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› Es ist doch schön, zu wissen… HD - 256
16.04.2010 ...dass die Welt nicht gleich untergeht, wenn mal ein paar Flugzeuge auf dem Boden bleiben. Auch wenn die Kaste der Vielflieger vielleicht mal inne halten muss, , die überall auf der Welt im Einheits-Business-Look mit stets gelangweilten Blick und Standleitung zur Chef-Sekretärin „daheim“, ständig zu irgendwelchen Besprechungen düst. Wo sie zwei, drei Stunden zumeist belanglosen Unsinn auszutauschen, um dann ebenso wichtig weiter zu ziehen. „Egal wohin“, hat diese Klientel schon früher immer zum Taxi-Fahrer gesagt, „ich werde überall gebraucht.“

Auch wenn diese Spezies jetzt mal kurzzeitig irritiert war. Möglicherweise gar nicht mehr wusste: Was tun? Es hat auch positive Aspekte. „Alles um uns rum ist irgendwie ruhiger geworden“, meinte beispielsweise am Abend des ersten flugzeugfreien Tages Klaus Kleber vom Heute-Journal. Irgendwie ruhiger auch da, wo sowieso keine Flieger rumschwirren. Auch sonst nicht.

Übrigens ist die Welt ja in der Tat nicht stehen geblieben. Nur weil mal nicht geflogen wurde. Gut, die Formel 1-Gladiatoren wissen nicht, ob sie jemals aus Shanghai wieder nach Hause kommen und Ihr Chef-Dompteur Bernie Ecclestone überlegt schon mal scherzhaft, ob man den Großen Preis von Spanien statt in Barcelona nicht auch gleich noch in China absolvieren könnte.

Die Fußball-Mannschaft von Olympique Lyon zuckelt in zehn Kleinbussen wie einst Goethe mit Übernachtung auf halbem Weg zum Champions League-Match nach München. Die große Industrieschau in Hannover, auch als Hannover Messe bekannt, findet ebenso wie die Bauma in München trotzdem statt. Auch wenn ein paar Aussteller und Besucher vielleicht etwas später eintreffen. – Oder auch mal gar nicht.

Und der allgemeine Warenfluss ist auch noch nicht zusammengebrochen. Ein Lufthansa-Pilot auf die Frage, was er denn eigentlich hätte transportieren sollen, wenn er hätte abheben dürfen: „Blumen aus Afrika, exotische Früchte, Fleisch aus Argentinien, Fisch von irgendwo.“ - Ja braucht´ s das? Früher ging es doch auch ohne die Flug-Mango für 12 Euro aus dem Feinkostladen. Und Blumen aus Afrika???

Wie dem auch sei. Zum Innehalten hat´s gereicht, das kleine Flugverbot. Mancherorts vielleicht auch mal zum Nachdenken über festgefahrene Selbstverständlichkeiten wie den tägliche Weg zum Flieger. Unsere Möbel-Schaffenden sind da ohnehin nur teilweise betroffen. Sofern sie dem globalen Instinkt hinter her eilen. Über die bevorstehenden Frühjahrshausmessen in Ostwestfalen, Oberfranken und BaWü müssen wir uns dabei wohl die wenigsten Sorgen machen.

Hausmesse das heißt immer noch vor allem Auto fahren. Und nichts tut der normale Möbelhändler lieber als das. Nicht umsonst hat man auch in schlechteren Zeiten immer den Eindruck gehabt: Möbelmessen, das sind eigentlich Automobilausstellungen. Denn die allerneuesten Modelle waren noch immer auf den Parkplätzen der Messehallen zu bewundern und nicht da, wo die Möbel stehen.

Wir sehen uns sicher in diesen Tagen. Zur Autoschau in Bad Salzuflen, Barntrup oder sonst wo in dieser schönen Möbelwelt. Ich freu mich drauf!

Ihr

Ralf Hartmann
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