Hartdran-Logo
› Es passiert nicht allzu oft… HD-313
28.03.2013 … dass HartDran-Berichte dementiert werden, ohne dass Kontakt zum Autor aufgenommen wurde. Das war in größerem Stil zuletzt wohl im Jahr 2005 der Fall, als wir in dem schönen Bericht „Der Riese wankt“ die Schieder Möbel-Pleite vorausgesagt haben (HartDran 170 vom 30.08.2005).

Damals hat sich Schieder Möbel-Finanzchef Samir Jajjawi – wer erinnert sich eigentlich noch an den? - den Inside-Redakteur Karlheinz Mergelsberg zum Komplizen gemacht und verzweifelt versucht, unser schönes Zahlenwerk zu konterkarieren. Ohne Erfolg, wie sich zwei Jahre später endgültig herausgestellt hat.

Jetzt liegt es mir natürlich völlig fern, die damalige desolate Lage des Schieder Möbel-Konzerns mit der Situation des Bopfinger Möbel-Filialisten Gerhard Mahler zu vergleichen. Nichts wäre weiter hergeholt.

Aber die Reaktion des Betroffenen auf unseren Internet-Bericht vom 15.03.2013 erinnert durchaus an damals. Denn Gerhard Mahler hat nicht einmal versucht, Kontakt zu uns aufzunehmen, um die Dinge aus seiner Sicht zurecht zu rücken. Vielleicht wohlwissend, dass sein irritierendes Lieferantenanschreiben mehr Fragen aufwirft, als dass es zur Lieferantenberuhigung beitragen könnte (siehe Seite 1 in dieser Ausgabe.

Mahler marschierte also mit seinem mit seinem Vertriebsleiter Ronald Kegel in die Redaktion der Südwestpresse und diktierte den vermutlich überraschten Redakteuren Frank König und Edwin Ruschitzka ein Dementi zu einem Bericht, den diese bis dahin vermutlich nicht einmal gelesen hatten.

Der Bericht von HartDran-Redakteur Ralf Hartmann hieß „Bei Möbel Mahler wird Neu Ulm zum Problem“ und war wie gesagt am 15.03.2013 auf unserem Online-Portal www.moebelnews.de erschienen.

Und die SP-Redakteure zogen mit: „Keine Probleme mit Finanzierung: Möbel Mahler zieht Neu-Ulm durch.“ So titelte die Wochenendausgabe der Südwestpresse am 23.03.2013. Unterzeile: „Firmenchef Gerhard Mahler weist Brancheninfos zurück, nach denen er Probleme mit der Projekt-Finanzierung hat.“ Kontakt zu uns – eigentlich übliches Rechercheverhalten bei solch einem Vorgang - hatte derweil keiner der Journalisten aufgenommen.

Aber sie legten los: „Mit Unverständnis“, so die Zeitung, habe Gerhard Mahler „auf Berichte eines Möbel-Branchendienstes“ reagiert, „nach dem die Neubelebung des Mutschler-Standorts im Starkfeld zum Problem für Mahler werde und das Unternehmen finanziell strapaziere“. Und weiter: „Wir sind ein Topladen“, habe Mahler unter Verweis auf Umsatz- und Ergebniszahlen versichert. Nachzulesen unter www.moebelnews.de vom 23. + 25.03.2013.

Überraschend ist dabei übrigens auch die Einlassung Gerhard Mahlers zur Finanzierung des Projektes. Bislang war die Öffentlichkeit aufgrund der zahlreichen Zeitungsberichte stets davon ausgegangen, dass die Investitionssumme in Höhe von 32 Mio. Euro – für Grundstück, Immobilie und Umbau – von der Firma Mahler allein gestemmt werden soll. Das scheint aber mitnichten so. Denn plötzlich ist von einem „namhaften industriellen Investor“ die Rede.

Zitat: „Vor diesem Hintergrund steht auch der Finanzierung des neuen Möbelhauses nichts im Wege, die Mahler ohne Bankkredite unter Mitwirkung eines namhaften industriellen Investors stemmen kann. Der Investor stellt dafür Kapital in mehreren Tranchen zur Verfügung. Das gesamte Projekt sei mit Blick auf die Rendite genau durchkalkuliert. sagte Mahler. Die Berichte, nach denen man die Kosten nicht im Griff habe, seien aus der Luft gegriffen. Die Hochbauarbeiten mit Fertigteilen haben inzwischen begonnen.“

Die gleiche Nummer zog Gerhard Mahler dann am darauf folgenden Montag, 25.03.2013, bei der Augsburger Allgemeinen durch. Und legte noch ein paar Zahlen nach:

„Das Unternehmen mit einer satten Eigenkapitalquote von 40 Prozent könne die 32-Millionen-Euro-Investition sogar gänzlich ohne Banken stemmen. Um diese Quote nicht zu >verwässern<, habe man sich aber einen Privatinvestor aus Württemberg ins Haus geholt, der 20 Millionen Euro beisteuert. Die Kreditversicherung sei bei einer Deckungssumme von 25 Millionen Euro unverändert gültig. Dies sei ein solides finanzielles Konzept eines florierenden Möbelhauses. Hinter anderslautenden Behauptungen vermutet Mahler die gezielte Aktion eines Konkurrenten.“

Fazit: Gerhard Mahler ist absolut überzeugt, sein neues 70.000 qm-Haus in Neu-Ulm spätestens im Sommer eröffnen zu können. Ob es sich dabei wirklich um den Sommer 2013 handeln wird, darauf ist sicher nicht nur die HartDran-Redaktion sehr gespannt.

Ihr

Ralf Hartmann
Anzeigen
mehr...
mehr...
mehr...
mehr...
mehr...
mehr...
medienPARK-Homepage