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› Mitten im Sommer …
23.07.2019 … auch wenn die Nachrichtenlage durchaus stabil ist, wollen wir uns nun doch einmal mit Meldungen abseits unseres Kerngeschäfts beschäftigen. Da wäre beispielsweise BEGROS Meinungsführer Manfred Ostermann, der sich neben dem Möbelgeschäft intensiv dem Pferdesport, genauer, dem Galopprennsport verschrieben hat.

Ostermann, der das Gestüt Ittlingen in Werne an der Lippe gemeinsam mit seiner Schwester Janet betreibt und dort seit Jahrzehnten erfolgreich Rennpferde züchtet, war letztes Wochenende beim IDEE 150. Deutsches Derby in Hamburg endlich mal wieder erfolgreich.

Der favorisierte Laccario gewann mit Eduardo Pedroza im Sattel das mit 650.000 Euro höchst dotierte deutsche Galopprennen und Ostermann konnte eine Siegprämie von 390.000 Euro einstreichen.

Die letzten Erfolge des Gestüts Ittlingen beim Deutschen Derby liegen schon einige Jahre zurück. So gewann Manfred Ostermann 1993 mit Lando und 1994 mit Laroche gleich zwei Mal hintereinander das Blaue Band.
Seinen höchsten Sieg feierte der Wittener Möbelhändler allerdings am 26.11.1995 in Japan, als er ebenfalls mit Lando den 15. Japan-Cup gewann. Gewinnsumme damals umgerechnet: 1.398.320 Euro. Soviel zu dem.

Das Problem Obdachlosigkeit beschäftigt nicht nur in Deutschland die Gemüter. Jetzt wurde bekannt, dass in Wien eine Familie Koch ihr ansehnliches Penthaus in der Mariahilfer Straße räumen musste. Es handelt sich dabei nicht um irgendwen, sondern um den ehemaligen kika/Leiner Inhaber Dr. Herbert Koch, der sich und seiner Familie schon im Jahr 2009, lange vor dem Verkauf des zweitgrößten österreichischen Möbel-Filialisten an den Steinhoff Konzern, ein lebenslanges Wohnrecht auf der Wiener Leiner Filiale hatte einräumen lassen.

Es geht, wie die Zeitung „Der Standard“ schreibt, um 500 qm Wohnfläche, 1.000 qm Garten und Terrasse, Fitnessraum, Wintergarten, Aufzug. All das habe sich das Ehepaar Friederike und Herbert Koch als Stiftungsbegünstigte bereits 2009 von der Rudolf Leiner GmbH „grundbücherlich“ absichern lassen. „Unwiderruflich“ und „unentgeltlich“.

Aber damit ist es jetzt vorbei. „Die frühere Eigentümerfamilie von kika/Leiner hat einen jahrelangen Gerichtsstreit verloren und musste das Penthouse auf dem Leiner-Gebäude räumen“, schreibt Renate Graber im Standard.

Und schwärmt nicht ohne Häme. „Der Blick von oben war fantastisch, in beide Richtungen: Vom Wohnsalon ihres Penthouse auf dem Dach des Möbelhauses Leiner an der Wiener Mariahilfer Straße schauten `die Kochs´ übers Museumsquartier auf die Wiener Innenstadt bis weit über die Stadtgrenze hinaus. In der Gegenrichtung, hinter der Sitzgruppe, die gleiche Sicht auf Wien: auf einem Riesenbild von Gottfried Helnwein.“

Nach dem Verkauf der Möbelkette an die Steinhoff Gruppe im Jahr 2013 habe der Konzern dann auf die Feststellung geklagt, dass das unentgeltlich eingeräumte Wohnrecht nichtig sei. Ende 2018 habe der Oberste Gerichtshof (OGH) als dritte Instanz Steinhoff recht gegeben: Die Vereinbarung widerspreche „dem Verbot der Einlagenrückgewähr“.

Davon profitiert jetzt René Benko, der nach dem Bilanzskandal bei Steinhoff mit seiner Signa Gruppe u.a. auch die Leiner-Immobilie in der Mariahilferstraße übernommen hatte. Benko hätte den Kochs die Räumungsfrist sogar um ein paar Monate verlängert. Aber jetzt sind sie raus. Und verbringen ihre Sommer ohnehin in ihrer (der Hypo Alpe Adria abgekauften) "Seevilla" am Wörthersee.

Tröstlich, dass die beiden älteren Herrschaften nun doch nicht auf der Straße stehen. Und vom Kaufpreis in Höhe von angeblich 800 Millionen Euro ist sicher auch noch was übrig.

Ihr Ralf Hartmann
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