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14.03.2008
...Zitat: „Der einstige Schieder-Boss Rolf Demuth will mit solidarischer
Unterstützung einzelner Großflächenvermarkter, zumals aus der Begros, bei seinen ehemaligen masurischen Polstermöbelwerken einsteigen. Und damit seinen langjährigen Spezln zu einer sicheren Beschaffungsquelle verhelfen.“ Zitat Ende.
Es handelt sich um den Vorspann zur Titelgeschichte im neuesten Inside-Wohnmarkt-Magazin. Und das Problem ist: Was wollen uns die Münchener Enthüllungs-Journalisten mit dieser Story sagen? Wohl eher selten, seit ich mit HartDran versuche, einen akzeptablen Kontrapunkt zu setzen zu anderen Möbel-Publikationen, habe ich einen solch schwer verdaulichen Bericht gelesen wie „Das Comeback“ von Rolf Demuth. Einmal lesen, zweimal lesen. Haben Sie es mal versucht? Ich schon. Hilft aber nichts. Klar scheint, Demuth hat mit Inside gesprochen. Denn sonst würden sie ihn ja sicher nicht zitieren. Nur, was will uns dieser Bericht suggerieren? Kurz zusammengefasst: Begros-Mitglieder, also nicht gerade die kleinsten Möbelvermarkter im Land, geben der nicht ganz unverhofft mittellos gewordenen Schieder-Eminenz Rolf Demuth ein paar Millionen Euro in die Hand, damit der ein paar polnische Möbelfabriken wiederbelebt, die dann der Begros wieder Möbel verkaufen zu Preisen, bei denen sie eigentlich gleich wieder zusperren könnten. Und das alles, weil Rolf Demuth der Begros früher mal Preise gemacht hat, bei denen er letztendlich doch ganz gewaltig in Not geraten ist. Ja wie soll das denn funktionieren? Das Comeback des Rolf Demuth. Eine tolle Schlagzeile für die Bild-Zeitung der Möbelbranche. Aber mehr auch nicht. Morgen wieder vergessen. Ähnlich ist es mit dem seit Wochen forcierten BlaBla um die angebliche Verlegung des Messetermins M.O.W.. Auch das hat eher plakativen Charakter. Und oft genug gewinnt der interessierte Marktteilnehmer den Eindruck, nicht alle, die sich heute argumentativ ans Sonnenlicht drängen, wissen wirklich, wovon die Rede ist. Andererseits, viele von Ihnen, auch wenn wir alle mittlerweile nicht mehr ganz so dynamisch drauf sind wie damals, als wir René Weller beim Boxen auf der M.O. W. zugeschaut haben (September 1984 – Bernd Schäfermeier hieß damals Peter Fritz), viele können sich bestimmt noch gut erinnern, dass das Thema: Wann und wie? Und am liebsten im Frühjahr! Oder doch lieber irgendwann. Nur bloß nicht zu dem Termin, an dem es aktuell stattfindet, in schöner Regelmäßigkeit immer wieder mal hochgekocht wird.. Früher hatten wir übrigens zwei M.O.W.-Termine im Jahr und wir alle haben immer gegen den „völlig überflüssigen“ Frühlingstermin gegiftet. Bis dieser endlich gecancelt wurde. Ganz früher gab es auch ständig wiederbelebte Diskussionen gegen den Januar-Termin in Köln. Zwanzig Jahre her - mindestens. Widerstand! Aufbruch! Und wann ist derzeit Kölner Möbelmesse? Alle Jahre wieder? Eben. Und noch mal zurück zur M.O.W.-Termin-Diskussion. Am 18. März werden sie sich alle zusammensetzen, die Messeveranstalter von HM-Süd, Oberfranken, ZOW und Focus, Verbands- und andere Fürsten. Und die naive Fachpresse hat natürlich schon im Vorfeld prophezeit, dass allein die Tatsache, dass sich zwanzig Möbelmeile-Teilnehmer eindeutig gegen eine Verlegung ausgesprochen haben, der M.O.W. „einen schweren Schlag versetzen würde“. Bleibt anzumerken, dass nicht „die M.O.W.“ eine Verlegung befürwortet. Die richtet sich noch immer nach ihren Kunden. Und hier ist es der Handel, der eine Verlegung in den Mai favorisiert. Sollten sich die Hersteller davon in Bewegung setzen lassen, wäre auch das Argument, „aber die ZOW“ recht zügig vom Tisch. Peter H. Meyer ist nämlich nicht nur ZOW-Organisator, sondern auch M.O.W.-Gesellschafter. Richtet sich also immer nach dem Gemein-„wohl“ Will sagen: M.O.W. im September, ZOW im Februar. M.O.W. im Mai, ZOW im Oktober. Alles kein Problem in Ostwestfalen. Und ganz unter uns. Ausgerechnet die paar Möbelmeile-Teilnehmer, die jetzt einstimmig einen Herbsttermin befürworten, sollten sich nicht gar so heftig aufblasen. Immerhin war es ihr Vortänzer Herbert Kempkensteffen, der vor genau fünf Jahren die Diskussion um einen Frühjahrstermin angezettelt hat. Und jetzt bläst er sich doch recht peinlich auf mit der Nummer „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ Ich persönlich habe übrigens auch eine Meinung zum Messethema. Ich bin ganz energisch für den Mai-Termin. Aber ich bleibe dabei: Hornberg. Schießen. Letztendlich wird alles so bleiben, wie es die letzten zwei ein halb Jahrzehnte war. Es sind einfach zu viele Köche, die versuchen, den Brei auszuschütten. Und da werden sich dann wohl doch eher die Küchenmeister durchsetzen, die der Devise huldigen: „Haben wir doch immer so gemacht“ oder „könnt`ja jeder kommen“. Schade eigentlich Ihr Ralf Hartmann |
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