|
||
|
14.06.2008
...oder was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Es scheint langsam normal
Antiquierte Technik, die gottlob solche Leser gerne in Kauf nehmen, die ihr Laptop noch immer nicht mit aufs Klo nehmen, sondern wenigstens in dieser privaten Atmosphäre gedrucktes Info-Material bevorzugen. Warum dieser Ausflug ins ganz banale alltägliche? Udo Brinkmann nötigt uns einmal mehr zum Dementi im kaum noch nachvollziehbaren Hin und Her, Hick und Hack um die Reste seiner einstmals so stolzen Markenmöbelbude. Gestern noch Neugründung – die wievielte eigentlich? – heute wieder Beerdigung. Gestern optimistische Zukunftsvisionen, heute Endzeitszenario. Den aktuellen Stand der Dinge gibt die letzte Pressemitteilung vom 12.06.2008 wieder. Sie lautet: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Brinkmann Home Collection für die Programme von Brinkmann, BHD und BOX doch nicht an den Start geht. Die Gespräche mit dem Investor haben zu keinem Ergebnis geführt. Bezüglich der Mitnahmeschienen BHD und BOX als eigenständiges Möbelsegment laufen Verhandlungen über die Weiterführung, die kurzfristig zu einem Ergebnis führen sollten. Das Feedback zugunsten der Mitnahmeschiene BHD und BOX seitens des Handels ist aufgrund der Aktualität der Ware sehr, sehr positiv.“ Von sehr, sehr positiv kann im Fall Brinkmann allerdings schon länger keine Rede mehr sein. Der Handel hat die Faxen nämlich endgültig dick. Brinkmann, BHD und Box steht allüberall auf Abverkauf. Und das mit Recht. Denn mittlerweile haben auch die härtesten Brinkmann-Fans die Nase gestrichen voll. Reden Sie mal mit einem Verkäufer, dem eine Kommission nach der anderen flöten geht. Der hat keinerlei Verständnis mehr für wie auch immer geartete Rettungsversuche und Lösungsmöglichkeiten. Das ist übrigens auch der Hauptgrund dafür, dass der einzige ernsthaft interessierte Investor letztendlich doch zurückgeschreckt ist vor einer Brinkmann-Wiederbelebung via „Home Collection“. Der Name Brinkmann ist im Möbelhandel endgültig verbrannt und Udo Brinkmann, der seit vier Jahren Freund und Feind immer wieder neu vertröstet und veräppelt hat, braucht sich bei seinen Kunden schon gar nicht mehr sehen zu lassen. Und wer immer jetzt mit Nachbauten der Brinkmann-Modelle im Handel auftauchen würde, der wäre erst einmall mit Forderungen nach Schadenersatz konfrontiert. Müsste die Möbel zunächst gleichsam herschenken, um den aufgebrachten Handel zu beruhigen. Da wäre es sicher einfacher, entsprechende Ersatzmodelle zu präsentieren, die mit Brinkmann nichts, aber auch gar nichts mehr gemein haben. Irgendwann einmal ist nämlich auch die Schafsgeduld der Möbelhändler am Ende. Verständlich, meint Ihr Ralf Hartmann |
|