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› Wenn zum Jahresende der Berg kreißt... HD - 232
18.12.2008 ...und erneut eine Maus zur Welt bringt, dann hat die Hausmesse Süd getagt. In großer Runde haben sie am 18.12.2008 noch mal zusammengesessen, die Teilnehmer der HM Süd und an ihrem gallischen Dorf gebastelt.

Denn wie nach dem ermüdenden Austauschen der Argumente - für und wider welchen Messetermin auch immer - nicht anders zu erwarten war, haben die Teilnehmer der Hausmesse Süd Gesichtswahrung vor Einsicht gestellt und beschlossen: Wir bleiben im Herbst und machen im Frühjahr vielleicht allerhöchstens ein bisschen auf. Wenn denn wirklich jemand einkaufen kommen will zu diesem unglücklichen Termin.

Die Oberfranken, die das Thema von Anfang an allerdings schon immer etwas weniger emotional behandelt haben, schließen sich an. Oberfrankenmesse und HM Süd ist auch im nächsten Jahr wie immer im Oktober, aber – auf vielfachen Wunsch einiger unbedeutender Kunden wie Alliance, Begros oder VME werden halt Partnertage im Mai offeriert. Wunschtermin: 07.05. bis 10.05.2008 - unmittelbar nach der Mai-M.O.W..

Ein fürchterliches Erwachen prophezeien die Hausmesse-Verlegungs-Gegner einmal mehr den Teilnehmern der westfälischen Frühjahrsveranstaltung, wobei die Argumente - schlechte Geschäfte, weil schlechte Laune, weil umsatzschwache Jahreszeit – immer wieder von dem Argument gekontert werden, dass dafür die neuen Modelle zur starken Jahreszeit September/Oktober in den Geschäften stehen können.

Alles schon hundertmal durchgekaut. Genau wie die Frage, warum denn die Möbelmesse Mailand seit ewigen Zeiten zur denkbar schwächsten Jahreszeit, im Frühjahr absolviert wird.

Argumente für dies und gegen jenes werden so vielfältig bleiben, wie die Meinungen zum hausgemachten Termin-Chaos. Jetzt haben wir alles: imm im Januar, Mailand im April, M.O.W. und diverse Partnertage im Mai, Verbandsmusterungen im August/September, Küchenmesse A 30 im September und die Lonesome-Cowboy-Days der unentwegten Südstaaten-Produzenten im Oktober.

Das Wort von Koelnmesse-Chef Gerald Böse, dass sich die Möbelbranche „im Zustand der Dauermusterung“ befindet, wird im kommenden Jahr zweifelsohne eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.

Freuen wir uns also auf viele geruhsame, gemeinsame Stunden und Tage auf verwaisten Messeständen, wo wir dann einmal mehr interessante Gespräche zum Thema „Was machen wir hier eigentlich?“ führen können.


Ein kurzer Blick zurück: Das zuende gehende Jahr 2008 hat sicher einige böse Überraschungen gebracht, aber zumindest den Möbelhandel nicht voll erwischt. „Die Krise, von der alle sprechen, hat uns noch nicht erreicht.“ Das ist der Tenor aus den mittelständischen Möbel-Einkaufsverbänden.

Schön zu sehen, dass die überwiegende Zahl der Branchenteilnehmer diesmal nicht in Selbstmitleid zerfließt, sondern – und das gilt für Handel und Industrie – fest entschlossen scheint, die Herausforderungen des kommenden Jahres zu orten, zu analysieren und sich ihnen tapfer zu stellen.

So schlimm wird’s schon nicht werden. Wobei das Wort Marktbereinigung auch 2009 sicher eine gewichtige Rolle spielen wird. Das ist hart für die jeweiligen Betroffenen, macht aber Mut für die Bewältigung der Krise.

„Et kütt wie et kütt“ und „et hätt noch immer jot jejange“! Da wir uns ja in Kürze in Köln treffen werden, entlasse ich Sie mit dieser kölschen Lebensweisheit in besinnliche Feiertage, wünsche Ihnen ein besonders gutes neues Jahr und bedanke mich bei allen Lesern für jahrelange Treue.

Ihr

Ralf Hartmann
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