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› HartDran Wochenchronik 25. KW 2009
22.06.2009 Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus der KW 25. Nobilia-Engagement in Frankreich: Mit einer Minderheitsbeteiligung ist der größte deutsche Küchenmöbelproduzent Nobilia bei seinem größten Auslandskunden, der französichen fbd-group eingestiegen. FBD (Franchise Business Division Group) gehört dem italienischen Snaidero-Konzern (Rational, Regina Küchen u.a.) und vermarktet Küchen im Franchise System über die Handelsschienen Ixina, Cuisines Plus und Cuisines Références schwerpunktmäßig in Frankreich und Belgien. Jean-Pierre Pont, CEO der fbd-group: „Wir verfügen über 280 Verkaufsstellen im Franchise-System und kommen damit auf einen Außenumsatz von 330 Mio. Euro. Nobilia ist unser wichtigster Lieferant, und das Engagement in unserer Gruppe beweist eindrucksvoll das Vertrauen in uns als wichtigen Abnehmer.“ Mit zwei „so mächtigen Aktionären wie Snaidero und Nobilia“ sei es jetzt das Ziel, das Netz der fbd-Franchisenehmer in ganz Europa auszuweiten.

Glunz-Standort dicht: Am 16.06.2009 hat der Vorstand des Holzwerkstoff-Spezialisten Glunz AG, Meppen, beschlossen, sein Spanplattenwerk Kaisersesch baldmöglichst zu schließen. Glunz beschäftigt in Kaisersesch einschließlich der Logistikgesellschaft Tool GmbH rund 320 Mitarbeiter. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern beginnen umgehend. Die ebenfalls am Standort Kaisersesch ansässige ImPaper Europe GmbH soll bestehen bleiben. ImPaper hat rund 75 Mitarbeiter und imprägniert Papiere für die Möbel- und Laminatfußbodenindustrie.

Küchenmöbelkrise: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Umsätze bei Küchenmöbeln in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres um 15,5% zurück gegangen. Bemerkenswert findet dabei VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann, dass die Rückgänge mittlerweile auch im Inland signifikant zurück gegangen sind. Der Inlandsmarkt verlor 17,4 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Export ging um 11,8% zurück.

Möbel-Flaute: Einen Umsatzrückgang von 20,6 % vermeldet der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) für den April 2009 und damit „die bislang stärksten Einbußen in diesem Jahr“. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres haben sich die Verkäufe der heimischen Möbelindustrie damit um 14,8 Prozent verringert.

Überraschung im Fall Schieder: Am Samstag, 20.06.2009, berichtet das Westfalen Blatt, dass „mit der ersten Anklage im Fall Schieder ... ein Mann in den Mittelpunkt des Interesses“ rückt, „der erst spät ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten war. Gert-Peter M. (58) hatte im Juni 2007 nicht zu den vier Festgenommenen gehört“. Gert-Peter heißt mit Nachnamen Maekelburger und war lange Jahre in entscheidenden Positionen für die Schieder Möbel-Gruppe aktiv. Damals habe er als einer von mehreren Schieder-Managern einen Millionenvertrag unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung habe sich die Schieder-Möbel-Holding-GmbH und mehrere Tochtergesellschaften einen Überbrückungskredit von 64,65 Millionen Euro gesichert. Bei den Verhandlungen zuvor soll Maekelburger „den Bankmanagern einen Quartalsbericht mit geschönten Zahlen vorgelegt haben“. Natürlich, so der WB-Bericht weiter, bestreite der Angeschuldigte den Betrug. Sein Anwalt Dr. Detlev Binder bezeichne die Vorwürfe als „aus der Luft gegriffen“.
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