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29.06.2009
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus der KW 26.
Pfleiderer denkt an Staatsknete: Der Holzwerkstoff-Konzern Pfleiderer AG, Neumarkt, muss aufgrund eines schlechten zweiten Quartals und ebenso schlechter Perspektiven erneut Mitarbeiter entlassen. Dies kündigte Vorstands-Vorsitzender Hans H. Overdiek am 23.06.2009 auf der Hauptversammlung an. Konkret geht es um mindestens 200 Jobs, die zusätzlich gestrichen werden sollen. 240 Leute waren bereits in den ersten fünf Monaten entlassen worden. Zudem soll die Zahl der Leiharbeiter „so weit wie möglich reduziert“ werden. Und es kann sogar noch schlimmer kommen: „Ob dies ausreicht, wird die weitere Entwicklung zeigen“, sagte Overdiek heute in München. Er hält auch an seinem Plan fest, Staats-Unterstützung zu bekommen. „Wir prüfen derzeit die Rahmen-Bedingungen für einen KfW-Kredit“, sagte Finanzvorstand Heiko Graeve. Im ersten Quartal 2009 ist der Pfleiderer-Umsatz um 23 Prozent auf 358 Mio. Euro gesunken.
Zum 01.07.2009 tritt Ex Hukla-VTL Matthias Friedrich seinen neuen Job als Vertriebsgeschäftsführer der WECO Polstermöbelmanufaktur Leimbach GmbH an. Weco ist wie Laauser, Großbottwar, eine Tochter der WL Vereinigte Deutsche Möbelmanufakturen (Holding) GmbH, Leimbach. Und auch bei Laauser stehen personelle Veränderungen an. Hier wird sich der langjährige Laauser-Boss Joachim Enßle Mitte nächsten Jahres in den Ruhestand verabschieden. Der Nachfolger heißt Matthias Lakewand, seit seiner Lehrzeit fast 20 Jahre in der Steinhoff-Gruppe beschäftigt und zuletzt Geschäftsführer der mittlerweile ins Reich des Steinhoff-Polster-Fürsten Andreas Bogdanski integrierten Polster-Schiene Steinhoff Home. Lakewand wird allerdings erst nach Ablauf seiner Sperrfrist, voraussichtlich im November dieses Jahres in Gro0ßbottwar antreten können. Möbel Mahler in Sachsen: Nach langen Geburtswehen und einigem Hick-Hack um die Verkaufsfläche ging am Freitag, 26. Juni 2009, in Siebenlehn, mitten zwischen Chemnitz und Dresden an der A 4, die dritte Filiale des Union-Mitglieds Möbel Mahler Einrichtungszentrum GmbH & Co. KG, Bopfingen, an den Start. Sie ist viel kleiner ausgefallen als ursprünglich geplant: Statt der einst erwünschten bis zu 60.000 qm Verkaufsfläche sind es „nur“ 28.500 geworden. Dennoch kann Gerhard Mahler damit werben, „Sachsens größte Auswahl an Wohn-Arrangements aus allen Bereichen“ zu zeigen. ALNO zieht Bilanz: Der Umsatz der ALNO AG mit Sitz in Pfullendorf ist im vergangenen Jahr um 15,1% auf 511,2 Mio. Euro gesunken. Dies erklärte ALNO-Vorstandschef Jörg Deisel auf der Bilanz PK in Stuttgart. Das operative Ergebnis vor Restrukturierung, Zinsen und Steuern habe sich dagegen um 23,6 % auf 0,2 Mio. Euro verbessert. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 464 auf 1.981 gesunken so Deisel weiter, was einer proportionalen Anpassung an die gesunkene produzierte Menge entspreche. Während das produzierte Volumen im Konzern um 22% abnahm, sank der Umsatz lediglich um rund 15%. Das mache deutlich, freut sich CEO Deisel: „Unsere Strategie, auf margenschwache Umsätze zu verzichten, ist erfolgreich.“ Neuer Mann bei Polipol: Gerade mal ein Jahr hat Dirk Blomeyer bei der Steinhoff-Gruppe verbracht. Nun hat er sich neu orientiert und fängt per 17.08.2009 als Vertriebsleiter beim direkten Mitbewerber Polipol an. Genauer gesagt übernimmt Blomeyer die neu installierte Schiene Megapol, mit der Polipol-Geschäftsführer Marc Greve den Bereich Junges Wohnen nachhaltiger abzudecken gedenkt, als bisher. Keine Wohnmöbel mehr von Eisenberger: Dr. Bettina Breitenbücher, Insolvenzverwalterin der alten EWM Eisenberger Wohnmöbel GmbH & Co. KG und damit auch Herrin über die Produktion in Eisenberg, hat beschlossen, die Wohnmöbel-Produktion einzustellen. Damit steht nun die neue Vertriebs-Gesellschaft Eisenberger Wohnmöbel Concept GmbH & Co. KG unter Geschäftsführer Ralf Hentschel Knall auf Fall ohne Produktion da. Was nicht nur für Hentschel überraschend kommt. Begründung der Insolvenzverwalterin: Kein Investor für Eisenberger in Sicht. Es bestehe aber begründete Hoffnung, dass ein Großteil der rund 85 EWM-Mitarbeiter in absehbarer Zeit bei Pelipal wieder Beschäftigung finden könne. Der Badmöbel-Spezialist Pelipal mit Stammsitz in Schlangen hatte die EMW-Produktion übernommen, um dort künftig das eigene Programm zu fertigen. |
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