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31.01.2010
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus der KW 4.
Neue Spekulationen um die Zukunft des Küchen-Herstellers ALNO AG, bzw. dessen Standort Pfullendorf. Der Maschinen-Hersteller IMA Klessmann GmbH, Lübbecke, berichtet, dass er von der ALNO-Tochter Gustav Wellmann GmbH & Co. KG, Enger, einen Auftrag „im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich“ erhalten habe. Es geht um Produktions-Straßen für Fronten und Maschinen zur Herstellung von Arbeitsplatten. Sie würden in Kürze am Standort Enger in Betrieb genommen. Während also bei Wellmann Millionen in neue Anlagen investiert werden, hat der holländische Verwerter Troostwijk am ALNO-Standort Pfullendorf vom 4. bis 21. Januar eine Reihe von Holzbearbeitungs-Maschinen verhökert. Nach Aussagen des ALNO-Betriebsrates sollen in Pfullendorf 130 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Das Küchenstudio Adomus Küche GmbH, Wiesbaden, ist pleite. Geschäftsführerin Elke Nassenstein hat am 26.01.2010 beim Amtsgericht Wiesbaden einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Wiesbadener Rechtsanwalt Stephan Fluck (Tel. 0611-170160) bestellt. Der Bietigheimer Atlas-Filialist Frank Hofmeister will mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. Euro ein 50.000 qm großes Möbelhaus in Sindelfingen bauen. Das knapp 3,5 Hektar große Areal im Osten der Stadt Sindelfingen, das der insolventen Sütex AG, einem Textil-Einkaufsverbund, gehörte, hatte Frank Hofmeister, Möbelhändler und Atlas-Mitglied mit Stammsitz in Bietigheim-Bissingen und einer Filiale in Leonberg, schon Anfang vergangenen Jahres gekauft. Frank Hofmeister, der das Familienunternehmen Hofmeister in vierter Generation führt, beschäftigt nach eigenen Angaben in seinen Einrichtungshäusern in Bietigheim und Leonberg zusammen aktuell rund 1.000 Mitarbeiter und hat im Jahr 2009 ca. 150 Mio. Euro Jahresumsatz erwirtschaftet. Schock bei ALNO in Pfullendorf. Im neuen Konzept „Alno 2013“ spielt der eigentliche Stammsitz des Küchenmöbel-Konzerns nur noch eine untergeordnete Rolle. 450 Pfullendorfer ALNO-Werker müssen sich in den nächsten 4 Jahren verabschieden. Die Serienfertigung, so ALNO-Boss Jörg Deisel am 28.01.2010, werde mit hohen Stückzahlen für die Marken ALNO und Wellmann künftig in Enger angesiedelt. Für Pfullendorf bleiben „ausgewählte Spezialsortimente“. Das heißt, am bisherigen Stammsitz bleiben – nach heutigen Planungen – bestenfalls noch 250 Arbeitsplätze erhalten. Bei Wellmann in Enger wird dagegen aufgestockt. Hier sollen 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Konzernweit werde die Anzahl der Beschäftigten von heute rund 1.900 auf rund 1.650 bis zum Ende des Jahres 2013 sinken. Dr. Rudolf Christa, neben Dr. Andreas Seifert, Helmuth Götz und Günter Raudner seit acht Jahren Geschäftsführer der Würzburger Lutz-Tochter-Gesellschaft XXXL Neubert, wechselt nach acht Jahren zur Media Markt-Gruppe. Nachfolger Christas, der sich bei Neubert ausschließlich um den Immobilienbereich gekümmert hat, wird der Mann Mobilia-Manager Robert Röpert. |
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