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› CS Schmalmöbel beim Amtsgericht
06.11.2017 „Weiterführende Finanzierungsgespräche gescheitert“ – Vorsorglicher Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den Zerlegt-Möbel-Spezialisten aus Waldmohr Nur vier Monate nach dem Verkauf der Nolte-Mitnahme-Tochter CS Schmalmöbel GmbH & Co. KG, Waldmohr, an die Gramax Capital AG mit Sitz in München und Pfäffikon/Schweiz hat Geschäftsführer Achim Pfeffer, Managing Partner der Gramax Capital AG, jetzt die Reißleine gezogen.

„Trotz aussichtsreichem Trend“, so die aktuelle Mitteilung, habe CS Schmal „aufgrund mangelnder und nicht fristgerechter Belieferung mit Rohmaterial“ die Produktion und Auslieferung an Kunden vorübergehend nur mit Verzögerungen und Unterbrechungen aufrechterhalten können. Weiterführende Finanzierungsgespräche seien vergangenen Montag, 30.10.2017, gescheitert.

Die Geschäftsführung habe daher vorsorglich Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der CS Schmalmöbel gestellt. Weitere Auslieferungen an Kunden erfolgten nach Bestellung des (vorläufigen) Insolvenzverwalters voraussichtlich in der kommenden Woche.

Dass die „Lieferprobleme bei relevanten Rohmateriallieferanten“ zu vorübergehenden Produktionseinschränkungen bei CS geführt haben, überrascht nicht sonderlich. Denn trotz Übernahme durch Gramax herrschen offenbar massive Liquiditätsprobleme in Waldmohr.

Und Gramax war offenbar nicht bereit, das nötige Kapital nachzuschießen. Die Folge: „Dadurch bedingte Produktionsunterbrechungen haben die Auslieferung an Kunden verzögert und in der Folge zu reduzierten Einnahmen aus Umsätzen bei gefüllten Auftragsbüchern geführt.“

Eine Entwicklung, die zuletzt geführte Verhandlungen zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft maßgeblich beeinträchtigt hätte, so die Mitteilung. Für die Geschäftsführung sei damit „der Spielraum für alternative Entscheidungen genommen und der Gang zum Insolvenzgericht unausweichlich“ geworden.

Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens sei nun „die Prüfung der Möglichkeiten des Fortbestandes des Unternehmens“. Der Geschäftsbetrieb solle aufrechterhalten bleiben, um weiterhin Kundenbestellungen bedienen zu können.

Der Zerlegt-Möbel-Spezialist CS Schmal beschäftigt in Waldmohr aktuell noch 400 Mitarbeiter. Wie es weitergeht, ist nun völlig offen.
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