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› Bei CS Schmal wird wieder gearbeitet
30.11.2017 Aber der Verdacht, dass der Zerlegtmöbel-Spezialist aus Waldmohr unter die Heuschrecken geraten ist, scheint sich zu erhärten „Hoffnungsschimmer für Möbelhersteller CS Schmal“ titelte gestern die „Rheinpfalz“ und berichtete über die Wiederaufnahme der Produktion beim insolventen Zerlegtmöbel-Spezialisten CS Schmalmöbel GmbH & Co.KG., Waldmohr.

Seit einigen Tagen laufe die Ende Oktober komplett stillgelegte Produktion wieder, so der Bericht. Und zwar im Zwei-Schicht-Betrieb, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Paul Wieschemann auf Anfrage bestätigt habe.

Jetzt gehe es darum, einen Investor zu finden, „der die Firma übernimmt und möglichst viele, vielleicht sogar alle der 417 Arbeitsplätze erhält“, so die Zeitung weiter. Erste Kontakte seien bereits geknüpft, habe Wieschemann bestätigt.

Unbehagen herrsche derweil jedoch weiterhin über das, was der CS Schmal Inhaber, die Gramax Capital AG mit Sitz in München und Pfäffikon/Schweiz und deren Miteigentümer Achim Pfeffer in Waldmohr in den vergangenen Monaten gemacht hätten.

Wie bereits berichtet (hartdran.com vom 15.11.2017), gehe es zum einen um ein Zwei-Millionen-Euro-Darlehen, das CS Schmal nach der Übernahme Mitte letzten Jahres dem Übernehmer Gramax habe gewähren müssen. Trotz damals schon angespannter Lage und auf Weisung von Geschäftsführer Achim Pfeffer.

Das Geld, hat Rheinpfalz Redakteur Wolfgang Pfeifer herausgefunden, „soll an die drei Tage nach dem Erwerb von CS Schmal gegründete Gramax Invest GmbH in München gegangen sein“.

Als gesichert gelte zudem die Information, „dass ein Großteil der Maschinen in den Werkshallen von CS Schmal nicht mehr der Firma gehören“. Sie seien an eine Leasingfirma verkauft und zurückgemietet worden. Wohin das Geld geflossen sei, sei unklar, jedoch solle sich Geschäftsführer Pfeffer „ein sehr ordentliches Gehalt“ zugebilligt haben und außerdem „horrende Summen für Berater von Gramax draufgegangen sein“.

Klingt alles nach Heuschrecke. Wozu auch der Vorgang passen würde, dass Pfeffer im Oktober letzten Jahres „auf zwei Grundstücke von CS Schmal jeweils eine Grundschuld in Höhe von einer Million Euro“ habe eintragen lassen.

Rheinpfalz Autor Pfeiffer schließt daraus: „Dies könnte bedeuten, dass nicht Gramax den Kaufpreis für CS Schmal bezahlt hat, sondern dieser aus der Substanz von CS Schmal erwirtschaftet werden muss.“
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