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› Möbelindustrie mit stabiler Umsatzentwicklung in 2017
10.01.2018 Gute Auslandsnachfrage kompensiert Inlandsmarktschwäche - Möbelexportquote mit 32,5 % auf Allzeithoch Die deutsche Möbelindustrie wird das Jahr 2017 voraussichtlich mit einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung abschließen. Nach drei wachstumsstarken Jahren habe die heimische Möbelindustrie das hohe Niveau halten können, erklärte heute Volker Fasbender (FOTO), als Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie VDM Interimsnachfolger von Dirk-Uwe Klaas, anlässlich der Pressekonferenz zur imm cologne 2018 in Köln.

Allerdings habe sich das Umsatzwachstum der Branche im Jahresverlauf 2017 verlangsamt und so werde am Ende eine schwarze Null stehen. Im Gesamtjahr 2016 war mit 3,2 Prozent Umsatzplus noch ein deutlich über dem Vorjahreswert liegendes Ergebnis erzielt worden.

„Für das gerade abgelaufene Jahr 2017 waren wir zurückhaltend optimistisch und wussten, dass eine weitere Umsatzsteigerung in dieser Größenordnung nicht realisierbar sein wird“, so Fasbender.

Nach zehn Monaten – also bis einschließlich Ende Oktober 2017 – weise die Branchenstatistik mit einem Gesamtumsatz von 14,8 Milliarden Euro nun ein geringfügig negatives Ergebnis von minus 0,2 Prozent aus. Für das Gesamtjahr 2017 rechne der VDM wir mit einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung und einem Umsatzwert von knapp unter 18 Milliarden Euro.

Die durchschnittliche Zahl der in Deutschland produzierenden Möbelfirmen lag in den ersten zehn Monaten bei 492 – ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch aufgrund der Insolvenzen in der Branche mit minus 1,3 Prozent leicht zurück. Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich ebenfalls leicht um 0,3 Prozent auf 83.960.

Im Inlandsgeschäft trübten sich die Rahmenbedingungen für die deutsche Möbelindustrie im Jahresverlauf 2017 ein. So sank der Inlandsumsatz in den ersten zehn Monaten 2017 um ein Prozent.

Die aktuelle Entwicklung der Auslandsmärkte sieht dagegen erheblich besser aus. So stiegen die Exporterlöse der deutschen Möbelindustrie von Januar bis Oktober 2017 um 1,3 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. In den ersten zehn Monaten 2017 gingen 32,5 Prozent der in Deutschland produzierten Möbel direkt ins Ausland. Höher lag die Exportquote noch nie.

Die Importe entwickelten sich in den ersten zehn Monaten mit einem geringfügigen Minus von 0,9 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 10,5 Milliarden Euro leicht negativ. Dabei stammen mehr als ein Viertel aller importierten Möbel nach wie vor aus Polen. Hier blieb der Importwert mit knapp 2,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant.

Gleichzeitig legten die Einfuhren aus China – derzeit auf Platz zwei im Ranking der wichtigsten Lieferländer – um 5,4 Prozent zu auf 1,6 Milliarden Euro. Noch dynamischer entwickelten sich die Einfuhren aus Tschechien mit einem Wachstum von 8,5 Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro. Insgesamt konnten Polen, China und Tschechien ihre Vormachtstellung als wichtigste Möbellieferanten für Deutschland weiter ausbauen – über 55 Prozent der gesamten deutschen Möbelimporte entfallen inzwischen allein auf diese drei Länder. Mit 65 Prozent stammen inzwischen fast zwei von drei Möbeln im deutschen Möbelhandel aus dem Ausland.
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