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› Österreichische Möbelindustrie
06.06.2018 Stabiles Produktionsniveau mit knapp zwei Milliarden Euro – Exporte mit 900 Millionen nur halb so hoch wie das Importvolumen von 1,8 Milliarden Euro In Österreich erwirtschaftete die inländische Möbelindustrie im vergangenen Jahr 2017 mit 1,99 Milliarden Euro ein Umsatzvolumen auf dem Niveau des Vorjahres, das nur 0,1% darunter lag.

Nach einem schwächeren ersten Halbjahr habe vor allem ein starkes drittes Quartal dafür gesorgt, dass die österreichische Möbelindustrie das im Vorjahr deutlich gesteigerte Produktionsniveau habe sichern können. Das erklärte heute auf der Pressekonferenz der österreichischen Holzindustrie in Wien Dr. Erich Wiesner als Obmann des Fachverbandes der Holzindustrie.

Dabei stieg das Exportvolumen der österreichischen Möbelbauer um 2,4% auf 902,6 Millionen Euro. Der Wert der importierten Möbel stieg um 1,6% auf 1,84 Milliarden Euro. Das Importvolumen ist damit doppelt so groß, wie der Wert der exportierten Möbel aus österreichischer Fertigung.

Wichtigster Handelspartner bei den Ausfuhren bleibt Deutschland mit einem Plus von 5,6% und einem Wert von 380,1 Millionen Euro. Auch bei den Importen liegt Deutschland als Lieferant mit 877,6 Millionen Euro (minus 4,2%) weiter vorn. Auf dem zweiten Platz der Lieferländer steht Polen mit 183,2 Millionen Euro und einem Plus von 5,2 %. An dritter Stelle reiht sich Italien mit 134,7 Millionen Euro und einem Zuwachs von 14,2% ein.

Bei der Inlandsproduktion konnten im Einzelnen Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel aus Holz mit 3,6 % auf 375,1 Millionen Euro zulegen. Und vereinen damit ein gutes Fünftel des gesamten Produktionsvolumens auf dieses Segment.

Ein erheblich deutlicheres Plus konnte der Ladenbau für sich verbuchen: Um 23,5 % zog die Produktion auf 219,5 Millionen Euro an. Der Erfolg lasse sich zum größten Teil auf eine gestiegene Inlandsnachfrage zurückführen, so die Mitteilung.

Sitzmöbel (und Teile dafür) konnten sich mit 212,7 Millionen Euro ebenso auf Vorjahresniveau behaupten wie die Küchenmöbelproduktion mit 281 Millionen Euro.

Abstriche gab es bei Büromöbeln (minus 3,9% auf 275,7 Millionen Euro), Matratzen (minus 2,9% auf 114,9 Millionen Euro) und Sonstigen Möbeln, die mit einem Minus von 2,7% bei 890,2 Millionen Euro landeten. Als „sonstige Möbel“ gelten in Österreich Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel, aus Holz (Wohnmöbel), Badezimmermöbel und Gartenmöbel aus Holz.
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