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› Kahlschlag bei Möbel Finke
05.11.2018 Kurt Krieger will das Stammhaus in Paderborn dicht machen – Die Filialen in Münster, Hamm und Kassel sollen erhalten bleiben - „Finke ist ein Sanierungsfall“ „Die neuen Besitzer der Finke-Möbelgruppe schließen den Paderborner Standort des Einrichtungshauses. Das Gebäude wird abgerissen. Das haben die Mitarbeiter in Paderborn am Vormittag bei einer Versammlung erfahren.“ Das meldete vor einer Stunde exklusiv der Paderborner Regionalsender Radio Hochstift und schob kurz darauf die Erläuterungen aus der Möbel Höffner Zentrale nach.

Hier der Wortlaut:

„Nach der Übernahme durch die Krieger Handel SE hat die Geschäftsleitung der Finke das Erlebnis Einrichten umfangreiche Sanierungs-Maßnahmen beschlossen. Ziel ist es, Finke dauerhaft aus der Verlustzone zu holen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dazu wird der neue Eigentümer Krieger umfangreiche Investitionen bereitstellen, die Finke dringend benötigt.

Kurt Krieger, Inhaber der Krieger Handel SE: „Finke ist ein Sanierungsfall. Schon lange macht das Unternehmen operative Verluste, die seinen Bestand ernsthaft gefährden. Die Gründe dafür liegen in der Vergangenheit, sind vielfältig und nicht mehr zu ändern. Klar ist aber, wir wollen das Unternehmen retten. Dazu sind auch schmerzhafte Einschnitte unausweichlich.“

So soll das Verkaufshaus in Paderborn Mitte des kommenden Jahres geschlossen und abgerissen werden. Die Verwaltung schließt zum Ende 2019. Mit dem Betriebsrat soll zeitnah ein Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt werden.

Die Filialen in Münster, Hamm und Kassel sowie die Logistik in Paderborn sollen erhalten und künftig aus der Zentral-Verwaltung in Berlin geführt werden.

„Auch in diesen Filialen sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Finke hat deutlich zu hohe Kosten und ist auch deshalb nicht wettbewerbsfähig. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden wir auch hier Sozialpläne erarbeiten und die nötigen Anpassungen so sozial verträglich wie möglich gestalten“, sagt Herr Krieger weiter. „Finke verliert jeden Tag Geld. Und der Wettbewerb wird immer härter. Wir müssen uns neu aufstellen, nur dann haben wir auch eine Zukunft.“

Unklar ist derweil, was aus den Finke Filialen in Erfurt und Jena werden soll, die ja mitten im Kriegerland liegen.
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