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› Porta und der Mann von der Post
10.01.2019 Der ehemalige Post-Manager Jürgen Gerdes (FOTO) übernimmt die Führung der Porta Möbel-Gruppe Mehr als dreißig Jahre lang war Jürgen Gerdes (54) in verantwortlichen Positionen bei der Deutschen Post aktiv. Seit 2007 als Vorstandsmitglied mit dem Verantwortungsbereich für die Brief- und Paketsparte. Ein Ressort mit 18 Milliarden Euro Umsatz.

Im April letzten Jahres war der Spaß vorbei. Gerdes wurde entmachtet und zwei Monate später verabschiedet. Natürlich nicht ohne die üblichen Lobhudeleien. „Für den Rauswurf“, schrieb damals das Handelsblatt, „dürfte die Gewinnwarnung der Post vom 08.06.2018 gesorgt haben.“

Den angekündigten Ertragseinbruch von fast einer Milliarde Euro – rund ein Viertel des vorhergesagten Gewinns vor Zinsen und Steuern – habe Vorstandschef Frank Appel kaum verhohlen der Misswirtschaft von Gerdes in dessen ehemaligem Ressort angelastet.

Sechs Monate später taucht Jürgen Gerdes nun in der Privatwirtschaft wieder auf. Der 54jährige übernimmt die Geschäftsführung in der Porta Möbel Gruppe. Auf Wunsch von Porta Möbel Gründer Hermann Gärtner, wie das Handelsblatt berichtet.

Ein Job, der nach dem Weggang des langjährigen Porta Möbel Chefs Kurt Jox vor zwei Jahren mit Metro-Mann Uwe Hölzer nur unzureichend besetzt werden konnte. Hölzer wurde nach nur sechs Monaten im August 2017 wieder verabschiedet.

Seitdem führen die Inhaber der zweiten Generation, Birgit Gärtner und Achim Fahrenkamp das Unternehmen. Interimsmäßig, wie sich jetzt herauszustellen scheint. Offenbar war man bei Porta Möbel seit dessen Weggang auf der Suche nach einem Geschäftsführer vom Kaliber Kurt Jox. Mit Jürgen Gerdes steht der Nachfolger jetzt bereit.

Zur Porta Möbel Gruppe gehören aktuell 24 großflächige Porta-Einrichtungshäuser, zwei Porta-Küchenwelten in Essen-Borbeck und Leipzig-Paunsdorf, zwei Hausmann-Möbelhäuser in Köln-Gremberghoven und Bergheim, 105 SB-Filialen „Möbel BOSS“ sowie 19 Einrichtungsmärkte der ASKO-Gruppe in Tschechien und der Slowakei.

Das Unternehmen erwirtschaftet mit rund 8.000 Beschäftigten nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro.

FOTO: Jürgen Gerdes, Copyright Olaf Kosinsky
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