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› Eiche weiter knapp – Keine Engpässe bei der Fichte
12.04.2019 Deutsche Holzindustrie wächst seit fünf Jahren und schaffte im letzten Jahr 3.600 neue Arbeitsplätze Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie, erklärte anlässlich der Pressereise des Verbandes am 9. April 2019:

Die deutsche Holzindustrie blickt auf fünf Jahre kontinuierlichen Wachstums zurück. Im Gesamtjahr 2018 ist der Umsatzwert um 2,5 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro gestiegen. Die aktuellen Zahlen für den Jahresbeginn 2019 deuten auf eine Stabilisierung des Umsatzes auf Vorjahresniveau hin.

Die Möbelindustrie als das größte Segment der Holzindustrie mit einem Umsatzanteil von rund 50 Prozent (18 Mrd. Euro) erreichte im Gesamtjahr 2018 ein Plus von 0,7 Prozent.

Der baunahe Bereich als das mit 16 Prozent (6 Mrd. Euro) zweitgrößte Segment der Holzindustrie, inklusive Fertigbau, den Herstellern von Fenstern, Türen, Treppen und anderen holzbasierten Bauelementen, steigerte seinen Absatz um 4,9 Prozent.

Für den Bereich Holzverpackungen weist die amtliche Statistik ein sehr gutes Jahr 2018 (plus 23 % bzw. 0,9 Mrd. Euro) aus. Diese Teilbranche profitierte gerade Anfang des vergangenen Jahres von einer hohen Dynamik der deutschen Industrie.

Die übrigen Segmente der deutschen Holzindustrie verzeichneten teilweise ebenfalls deutliche Umsatzsteigerungen (Sägewerke plus 8.2 Prozent) bzw. konnten zumindest ihr Umsatzniveau nahezu halten (Holzwerkstoffe minus 1,4 Prozent).

Die gesamte deutsche Holzindustrie beschäftigte zu Beginn des Jahres 2019 insgesamt 156.685 Personen in 922 Betrieben mit 50 und mehr Mitarbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Zahl der Betriebe um 0,1 Prozent zu, zugleich konnte die Zahl der Beschäftigten spürbar um 2,4 Prozent gesteigert werden. Damit generierte die deutsche Holzindustrie binnen eines Jahres rund 3.600 neue Arbeitsplätze.

Nach vorliegenden Prognosen, blickt Jan Kurth in die Zukunft, werde sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2019 spürbar verlangsamen. Bei vorhergesagten stabilen Konsumausgaben dürfte sich die Bautätigkeit im Verlauf des Jahres 2019 ebenfalls eintrüben. Deshalb gehe man beim HDH für das Gesamtjahr 2019 für die gesamte deutsche Holzindustrie von einer stabilen bis nur leicht positiven Umsatzentwicklung aus.

Für die Verbraucher werde Holz nicht knapp, lediglich bei der Eiche gebe es weiterhin Engpässe, die den Rohstoff schon im vergangenen Jahr deutlich verteuert hätten. Abgesehen davon habe sich die Rohstoffversorgung der Branche - zum Beispiel bei der Fichte – eher wieder entspannt.

FOTO: Die deutsche Holzindustrie in Zahlen
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