|
||
|
15.07.2025
„Nach der Reisesaison könnte sich die Kaufzurückhaltung im Herbst lösen.“ Der Handelsverband Wohnen und Büro (HWB) rechnet im Bereich Home and Living mit einem Konsumanstieg in der zweiten Jahreshälfte.
„Wir erwarten, dass die Menschen sich nach einem intensiven Reisesommer wieder stärker auf ihr Zuhause konzentrieren – sei es durch Investitionen in Möbel, Beleuchtung, Heimtextilien oder Arbeitsumgebungen im Homeoffice“, sagt Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbands Wohnen und Büro. Der Wunsch nach Rückzug und Geborgenheit sei weiterhin „ein starker Treiber“, meint Haeser. Für den Fachhandel biete sich damit im Herbst eine echte Chance. Zwar sei die Kaufzurückhaltung der vergangenen Monate – getrieben von Unsicherheiten rund um Energiepreise, Baukosten und allgemeiner Preisentwicklung – deutlich spürbar gewesen, aber der Rückgang im Konsumverhalten scheine sich abzuflachen, hat man beim HBW erkannt. Und bringt – nicht ganz neu - den „Cocooning Trend“ ins Spiel: Zuhause als Rückzugsort gewinne an Bedeutung. Die bewusste Rückkehr ins private Umfeld, verstärke sich in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Studien und Marktentwicklungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt: Gerade in herausfordernden Phasen investieren Menschen eher in das Zuhause – sei es aus praktischen oder emotionalen Gründen. Wobei klar sei, dass es ohne ausreichenden Wohnraum keinen nachhaltigen Impuls für die Einrichtungsbranche geben werde. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: „Jeder neu geschaffene oder sanierte Wohnraum bringt Bewegung – auch im Einrichtungsbereich.“ Und so blicke der Handels-Verband trotz der aktuellen Rahmenbedingungen mit vorsichtigem Optimismus in die kommenden Monate. Erste Signale einer wirtschaftlichen Stabilisierung seien erkennbar. Das Konsumklima helle sich langsam auf – wenn auch auf niedrigem Niveau. Ein zusätzlicher Lichtblick: Sowohl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) als auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) prognostizieren für 2026 eine spürbare konjunkturelle Erholung. Eine Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Lage könnte auch dem Konsumklima neuen Rückenwind geben. Der Handelsverband Wohnen und Büro mit Sitz in Köln ist die Dachorganisation des Handelsverbandes Möbel und Küchen (BVDM), des Handelsverbandes Büro und Schreibkultur (HBS) sowie des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur (GPK). Er ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des Fachhandels der entsprechenden Branchen in Deutschland. FOTO: Erwartet eine Belebung des Konsumverhaltens noch in diesem Jahr: HWB-Geschäftsführer Christian Haeser (© HBW) |
|