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› EGGER Gruppe: solider Verlauf im Geschäftsjahr 2024/2025
31.07.2025 Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie Wirtschaftsflaute, schwache Baukonjunktur, globale Konflikte und Unsicherheiten im vergangenen Geschäftsjahr 2024/2025 (30.04.), kann die österreichische EGGER Gruppe einen „sehr soliden Geschäftsjahresverlauf“ vermelden. Demnach erwirtschaftete EGGER einen gruppenweiten Umsatz von 4,13 Milliarden Euro und ein EBITDA von 541,3 Millionen Euro. Dank seiner soliden finanziellen Basis, hieß es heute auf der Jahrespressekonferenz am Stammsitz St. Johann in Tirol, realisiere das Familienunternehmen auch in einem sehr schwachen Marktumfeld wesentliche Wachstumsprojekte und Investitionen in den Aufbau weiterer Kapazitäten sowie in Nachhaltigkeit.

In einem der größten Projekte der Branche, der 200-Millionen-Euro-Investition in das Werk Markt Bibart (DE), stehe der Abschluss der ersten Ausbaustufe kurz bevor.

„Wir würden uns zwar eine ambitioniertere Entwicklung wünschen, angesichts des wirtschaftlichen Umfelds können wir aber wirklich zufrieden sein“, sagte Thomas Leissing, verantwortlich für Finanzen/Verwaltung und Sprecher der Gruppenleitung. Stabilität in solch volatilen Zeiten sei ein Kraftakt. Dafür gelte der Dank den 11.860 Mitarbeitenden.

EGGER erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/2025 einen gruppenweiten Umsatz von 4.126,3 Millionen Euro (minus 0,1 % zum Vorjahr). Das EBITDA belief sich auf 541,3 Millionen Euro (plus 9,7 % zum Vorjahr) und die EBITDA-Marge betrug 13,1 % (Vorjahr: 11,9 %). Die Eigenkapitalquote liege mit 42,8 % weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die EGGER Gruppe produzierte im Geschäftsjahr 2024/2025 10,8 Millionen m³ Holzwerkstoffe und Schnittholz (Vorjahr: 10,4 Mio. m3). In den einzelnen Produktbereichen und Märkten seien die Effekte der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unterschiedlicher Ausprägung spürbar.

„Unser Geschäft ist eng an die Baukonjunktur der jeweiligen Länder geknüpft. Eine besonders schwache Entwicklung sahen wir in unseren Kernmärkten in West- und Mitteleuropa“, berichtet Michael Egger jun., Gruppenleitung Vertrieb/Marketing. Positiv entwickelt hätten sich dagegen die Märkte in Osteuropa und Übersee und dort besonders in Asien.

Der Bereich Decorative Products (Produkte für den Möbel- und Innenausbau) erwirtschafte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen unkonsolidierten Umsatz von 3.647,7 Millionen Euro (plus 0,5 % zum Vorjahr). Der unkonsolidierte Umsatz im Bereich Building Products (Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden) belief sich auf 705,4 Millionen Euro (plus 0,1 % zum Vorjahr).

Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 435,0 Millionen Euro (Vorjahr: 568,6 Mio. EUR) getätigt. Der Fokus lag dabei auf dem Aufbau weiterer Kapazitäten sowie auf Nachhaltigkeitsprojekten.

Der Ausblick: Gesamtwirtschaftlich gesehen sei auch im Geschäftsjahr 2025/2026 mit schwacher Konjunktur, verhaltener Nachfrage im Bausektor und durchaus herausfordernden geopolitischen Rahmenbedingungen zu rechnen. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen für EGGER fallen entsprechend verhalten aus. Es gebe jedoch erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Stabilisierung.

„Für eine Markterholung sind wir bestens aufgestellt. Mit unserer hochmodernen industriellen Basis haben wir große Produktionsvorteile geschaffen, die wir entsprechend nutzen werden“, lautet das Fazit des EGGER-Führungs-Quartetts. Klares Ziel für das laufende Geschäftsjahr sei es, die Kapazitäten maximal auszulasten und gemeinsam mit der internationalen Belegschaft von rund 12.000 Beschäftigten weltweit weiter nachhaltig zu wachsen.

FOTO: EGGER Gruppenleitung (v.l.n.r.): Thomas Leissing, Frank Bölling, Michael Egger jun. und Hannes Mitterweissacher (© EGGER Holzwerkstoffe)
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