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15.09.2011
…und dies als Leitthema durch die Tagespresse geistert, dann hat der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) mit Sitz in Bad Honnef turnusmäßig die Journaille zur Wirtschaftspressekonferenz gebeten.
Duffner konnte durchaus positive Zahlen verkünden und auch verschiedene Herausforderungen skizzieren, mit denen sich die deutsche Möbelindustrie in naher Zukunft wird auseinander setzen müssen (siehe auch Seite 7 in dieser Ausgabe). Wichtig nach derlei Veranstaltungen ist natürlich auch, was hinten rauskommt. Will sagen, wie die entsprechenden Informationen von den – in der Mehrzahl fachfremden - Journalisten aufgenommen und reproduziert werden. Und da gab es zunächst eine kleine Enttäuschung. Denn auf den ersten Blick lauteten die Aufmacher in allen Gazetten ähnlich. Griffen fast alle - Tages- und Wochenpresse - nach derselben Titelzeile: „Tische und Sofas deutlich teurer“, hieß es in der „Welt“; „Möbelindustrie dreht an der Preisschraube“, meldeten die „Nürnberger Nachrichten“; „Möbel werden erneut teurer“, klagt Wolfgang Koch von der „Stuttgarter Zeitung“; wörtlich dieselbe Headline hat sich Ralf Arenz von der „Kölnischen Rundschau“ einfallen lassen. Mit „Deutsche Hersteller heben die Preise an“ (Hamburger Abendblatt) beenden wir jetzt mal die Headline-Presseschau und wenden uns den Inhalten zu. Die sind nämlich erfreulicherweise erheblich tiefsinniger und sachlich treffender, als die Titelzeilen zunächst vermuten lassen. Wesentliche Fakten sind durchaus rübergekommen in der Tages-Berichterstattung und so kann die Möbelindustrie respektive die gesamte Branche sich möglicherweise doch wieder darüber freuen, dass grundsätzliche Belange ab und zu durchaus beim Endkunden landen. Dass die Berichterstattung, die beim Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef neben den Inhalten auch nach den „Klicks“ im stets zweistelligen Millionenbereich – Auflage mal Artikel – gezählt wird, ab und zu durchaus Tiefgang hat, obwohl es sich zumeist um Laien handelt, die sich da mit der Materie beschäftigen, das mag auch daran liegen, dass interessierte Journalisten durchaus sorgfältig an die Materie herangeführt werden. So kann sich jeder Journalist, der etwas über Möbel wissen will vertrauensvoll an Achim Hannott wenden, der beim VDM dem Ober-Guru Dirk-Uwe Klaas zuverlässig den Rücken frei hält. Hannott weiß nicht nur auf jede Frage eine Antwort, er verfügt als ehemaliger Assistent eines Bundestagsabgeordneten – ich meine, es war Jürgen Rüttgers, später auch mal Ministerpräsident von NRW - über ein ganz hervorragendes Netzwerk in der Wirtschafts-Journaille, das er virtuos zu nutzen weiß. Hinzu kommt die segensreiche Einrichtung der „Pressereise“, die durchaus geeignet ist, die Affinität interessierter Redakteure zur Möbel- (Holz- und Kunststoff-) Branche nachhaltig zu vertiefen. Hannott lädt wenigstens zwei mal im Jahr einen Journalistentross mit wechselnder Besetzung zur Besichtigung diverser (Möbel-) Werke ein. Und die finden sich dann in zum Teil ausführlichen Berichten in der Zeitung wieder. Dabei geht es auch mal um Sarg- oder Parkett-Produzenten, um Fenster, Türen, Fertighäuser. Aus der Möbelbranche waren in jüngerer Zeit Polsterer wie Willi Schillig, Munzer, Ponsel oder Koinor mit dabei. Bei Küchen geht das Spektrum von Hummel bis Nobilia. Aber auch Cor und Interlübke, Paidi oder Wellemöbel konnten sich schon über derlei (Fach-) Besucher freuen. Nächster Termin ist Anfang Oktober, da steht dann unter anderem ein Besuch bei Leicht Küchen auf dem Programm. Bleibt zu hoffen, dass sich dann auch mal eine ganz bestimmte Redakteurin des Manager Magazins aufrafft, um direkt am Objekt zu recherchieren. Julia Groth heißt die Dame, die gerade unter der Headline „Zu Hause bleibt die Küche kalt“ einen bemerkenswert oberflächlichen Bericht über die deutsche Küchenmöbelindustrie abgeliefert hat. Nachzulesen unter www.moebelnews.de. Titel: „Falsche Recherchen, falsche Schlüsse:…“ vom 08.09.2011. Es lohnt sich. Ihr Ralf Hartmann |
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