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27.01.2012
…wird schon die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Auf Respektable 60 Aussteller bringen es mittlerweile die SB- und JuWo-Spezialisten, die unter dem lockeren Motto „Partnertage“ Anfang Februar die Messehallen in Bad Salzuflen entern.
Daraus gleich zu schließen, auf der imm cologne 2012 habe es vielleicht doch nicht nur Sieger gegeben, ist vielleicht etwas vorschnell geurteilt. Möglicherweise hat aber die eine oder andere SB-Kommission dringend darum gebeten, dem Wettbewerb in Bad Salzuflen doch nicht kampflos das Westfalen-Feld zu überlassen. Einer der Big Player im SB-Genre traut sich allerdings dennoch, Bad Salzuflen links liegen zu lassen und zur Messe ins längst tot gesagte Messezentrum Barntrup zu bitten. Gerd Coopmann wartet mit seiner Möbelvertrieb Forte GmbH am angestammten Platz in Barntrup, Halle 10, auf Besucher. Es sei die Nähe zum Marktführer Bega Consult im nahe gelegenen Lügde, die den Standort Barntrup aus seiner Sicht auch in Zukunft zum geeigneten Messeplatz im SB und JuWo-Bereich machen, soll Coopmann seine Entscheidung begründet haben. Und in der Tat ist der Standort Barntrup ja trotz der Pleite der Messepark Barntrup GmbH noch längst nicht am Ende. Die Inhaber eines Teils der Messehallen, die Gebrüder Wehrmann, sind bekanntermaßen dabei, die Stammaussteller zum Bleiben zu bewegen. 25.000 qm in den Hallen 7 bis 10 sollen dafür zur Verfügung stehen. Und eins gilt auch jetzt für alle SB-Einkäufer: Auf dem Weg von Lügde nach Bad Salzuflen oder umgekehrt kommt man immer noch automatisch an Barntrup vorbei. Aber zurück zu Köln: Beim Sammeln der Messe-Eindrücke und entsprechenden Gesprächen kam einige Tage nach Ende der imm cologne 2012 doch irgendwann mal die Frage auf: Gab es denn gar nichts zu bemängeln am Messeverlauf? Auf der Ausstellerseite ist es natürlich schwer, einen zu finden, der sich traut, entgegen dem allgemeinen Triumphgeheul einzugestehen, dass er schon bessere Tage erlebt hat in Köln. Aber irgendwie gibt es schon auch zu denken, wenn ein erfolgreicher Kleinmöbel-Anbieter wie Jahnke drei Tage nach Messeschluss Insolvenz anmelden muss (siehe Seite 13). Jan Jahnke ist nämlich nicht irgendwer, sondern bei nahezu allen Verbänden in der Großfläche gelistet. Aber möglicherweise war da ja die Messe der letzte Strohhalm für eine schon zuvor eingetretene Schieflage. Die Stimmung am Jahnke-Stand in Halle 8 soll jedenfalls schon während der imm „angespannt“ gewesen sein, wie Beobachter berichten. Aber ganz klar. Die imm cologne 2012 war ein Erfolg. Und ist zweifellos auf dem Weg zurück zur Ordermesse. In Köln wurden und werden auch in Zukunft Möbel gekauft. Dennoch tun sich die Veranstalter von der Koelnmesse in Ermangelung der Küchen sichtbar schwer, ihre Hallen voll zu bekommen. Halle 3.1 und 2.1 dezent mit Laken abgedeckt (siehe Foto Seite 1) blieben leer. Es gab sie auch immer noch. Die mit Bänken und Blumenpötten lässig drapierten „Ruhezonen“. Und was von den diversen Sonderschauen wie „living interior“ etc. zu halten ist, das muss jeder (Fach-) Besucher für sich selbst entscheiden. Meine Meinung: Früher, als die Messe sowieso gebrummt hat, sind wir ohne solche Dinge auch prima klar gekommen. Dasselbe gilt für den Fernost-Auflauf in Halle 2.2 Wo der unbefangene Besucher aber zumindest einen amüsanten Schnellkurs in chinesischer Lebensart und der asiatischen Form von „Modellentwicklung“ absolvieren konnte. Aber was soll´s?! Die Messe ist gut gelaufen und nächstes Jahr, wenn auch die Küchen wieder da sind, kann es eigentlich nur noch besser werden. In diesem Sinne Ihr Ralf Hartmann |
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