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› Komisch ist das schon …
17.06.2020 …was da gerade rund um die Marke interlübke passiert. Das hat schon auch damit zu tun, dass sich vor gut zwei Jahren ein Haufen renditegeiler Anleger hinreißen hat lassen, nach einem Zins-Köder von 15% zu schnappen. „Gier schlägt Verstand“, schrieb ich schon im März 2016 an dieser Stelle oder „wie blöd muss man als Anleger eigentlich sein, wenn man ernsthaft mit Anleihezinsen von 15% rechnet?“

414 Anteilscheine im Wert von jeweils 5.000,00 Euro wurden damals gezeichnet. Womit eine Interlübke Holding mit Sitz in München Mitte 2016 2.070.000,00 Euro eingesammelt hat.

Das Geld, das die Anleger dann unter dem Strich verloren haben - 3.790 Euro pro Anteilschein über 5.000 Euro – das Geld ist weg. Oder, alte Börsenregel, es ist natürlich nicht weg oder „vernichtet“, wie Anleger gerne sagen, das Geld hat jetzt eben ein anderer.

Aber wer? Da als Sicherheit für die Anleihe die Rechte an der Marke „interlübke“ hinterlegt waren, liegt es nahe, die Drahtzieher im Bereich der interlübke Investoren zu vermuten. Ob Richard Lenz und Peter Rutishauser sich damals die Kohle unter den Nagel gerissen haben, das lässt sich anhand der öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht nachvollziehen.

Dass die beiden zwischenzeitlichen interlübke Inhaber zum Zeitpunkt der Anleihe-Emission im Besitz der Markenrechte waren, könnte man zumindest vermuten. Vielleicht haben sie das Geld ja auch in die Produktion gesteckt.

Wie auch immer, zum Zeitpunkt, als Axel Schramm sich für interlübke interessiert hat, ging es zunächst mal um die Markenrechte. Die waren mit gut zwei Millionen Euro beliehen, sollten dann aber „nur“ noch 500.940,00 Euro kosten. Trostpflaster für die angeschmierten Anleger.

Schramm hat also rund eine halbe Million Euro für die Markenrechte auf den Tisch gelegt. Lizenznehmer war damals die Lübke GmbH in Rheda-Wiedenbrück. Also das Werk, in dem bis heute interlübke Möbel produziert werden.

Ob Axel Schramm auch diese GmbH übernommen hat, das wollte er nicht sagen. Bei einem zufälligen Treffen in einem ostwestfälischen Restaurationsbetrieb, habe ich vor Jahren ca. eine Stunde lang versucht, ihm mehr über die Hintergründe zu entlocken. Vergeblich.

Geld hat die Sache mit Sicherheit gekostet. Und zwar nicht wenig. Denn wenn man eins und eins zusammenzählt dann liegen die Hintergründe für die „Schramm“-Schlacht, in der Axel Schramm von seiner Schwester Susanne entmachtet werden sollte, mit Sicherheit in den immensen Ausgaben, die das Abenteuer interlübke den Premium Betten Spezialist Schramm gekostet hat.

Noch ein bisschen Corona gefällig? Als am Montag, 11.05.2020, die Geschäfte beispielsweise in Schleswig Holstein auch mit mehr als 800 qm wieder öffnen durften, haben die Kunden laut NDR nur verhalten von ihren neuen Möglichkeiten Gebrauch gemacht. „Die Händler freuen sich sehr. Es ist aber nicht so, dass die Kunden die Läden stürmen", sagte die Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord, Mareike Petersen. Ein Grund sei die Maskenpflicht. Sie führe dazu, dass die Kunden nur gezielt in ein Geschäft gingen und auch nur das kauften, was sie sich vorgenommen hätten. Das klassische Shoppen falle weg.

Daran hat sich aus meiner Sicht nicht allzu viel geändert. Ich persönlich mache dank Mundschutz nur noch die allernotwendigsten Besorgungen. Habe auch keinerlei Interesse daran, mich in Corona Schlangen einzureihen, um in Möbelhäusern oder sonst wo das Warenangebot zu inspizieren. Mag sein, dass viele Zeitgenossen das anders sehen, aber mir kann keiner erzählen, dass irgendwas auch nur ansatzweise wieder normal läuft.

Wir werden uns gewöhnen müssen an den „Ausnahmezustand“. Vielleicht wird dann vieles auch wieder als „normal“ empfunden. Obwohl es das nicht ist. Ich persönlich habe die Situation in den ersten Wochen eher als originell wahrgenommen.

Jetzt graust mir schon vor den ersten Mundschutz-Messen im Herbst. Andererseits freue ich mich natürlich, endlich mal wieder „raus“ zu kommen. Egal wohin. Und wenn es Ostwestfalen ist.

Ihr Ralf Hartmann
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