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› Na, wenn das kein Treppenwitz ist …
24.12.2020 … jetzt greift die Pandemie schon direkt ein in die Politik. Die unendlichen Brexit Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien sind noch im Gange - es geht vor allem um Fisch - da haut ein mutiertes Virus den gordischen Knoten durch. Es ist angeblich um 70% ansteckender, als der uns bekannte Erreger, an den wir uns doch längst gewöhnt haben. Der Brexit ist auf wunderbare Weise vollzogen. Seit Mitternacht - vom 20. auf den 21. Dezember - gilt ein bundesweites Landeverbot für Maschinen aus dem britischen Königreich. Aber nicht nur das. Italien, Österreich, Belgien, die Niederlande und auch Frankreich kündigten bereits das Verbot von Flügen oder Zügen von und nach Großbritannien an oder planen dies, berichtet unter anderem das Handelsblatt.

Das gleiche gelte auch für Südafrika, wo ebenfalls eine mutierte Variante ihr Unwesen treibt. Dabei sind sich die üblichen Verdächtigen unter den Experten durchaus uneins, was das mutierte Virus angeht.

Der Popstar unter den Virologen, Christian Drosten, winkt ab. Seiner Einschätzung nach könnte die Mutation zwar bereits in Deutschland angekommen sein. Er sei deshalb aber „nicht sehr besorgt“, sagte der Forscher im Deutschlandfunk. Er wolle die Lage allerdings auch nicht verharmlosen und sei - wie alle anderen auch - in einer „etwas unklaren Informationslage“.

Anders der ewige Mahner Karl Lauterbach, der gegenüber der Bild Zeitung von einer „Katastrophe“ spricht. „Als würde man Benzin ins Feuer gießen.“ Lauterbach möchte die Briten möglichst lange nicht mehr bei uns sehen.

Aber jetzt mal unter uns. Sind derlei Nachrichten überhaupt noch geeignet, uns ernsthaft die Nachtruhe zu rauben? Ich meine Nein. Uns fliegt die „Wirklichkeit“ doch ohnehin schon seit Monaten um die Ohren.

Lesenswert in Worte gefasst hat das die freie Publizistin Carolin Emcke letztes Wochenende in der Süddeutschen Zeitung: „Nun geht dieses unwirkliche schwere Jahr zur Neige“, schreibt sie in der SZ. „Ein Jahr des fortgesetzten Ausnahmezustands seit dem Frühjahr, ein Jahr der permanenten Disruption des Alltags und des Aufschubs auf ein unpräzises Später. Das Jahr geht zu Ende – und doch kommt nichts zu einem Abschluss. Es wird kein Innehalten geben, keine Ausgelassenheit, keine Feiern im großen Kreis der Menschen, die man liebt und mit denen man verwandt ist oder befreundet. Das fällt nun aus.“

Das Positive: „… es war eben auch die Zeit der Rückbesinnung auf die Fürsorge füreinander und miteinander.“ Das „soziale Band“, von dem Emcke sich wünscht, „… dass es bliebe von diesem Jahr und über das Ende der Pandemie hinaus.“

In diesem Sinne: Machen Sie das Beste aus der Situation und alles Gute!

Ihr Ralf Hartmann
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