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08.07.2026
… dann ist die nächste Eskalationsstufe in Sachen Möbel-Journalismus mal wieder erreicht. Wen interessiert die Mitteilung, dass IKEA seine Möbelhäuser nun auch für den besten Freund des Menschen öffnet? Den Hund.
An der kurzen Leine. Und nicht dahin, wo gegessen wird. Aber das Tier darf mit. Anlass genug für die Fach-, Wirtschafts- und Tagespresse, mal wieder einen ebenso belanglosen wie überflüssigen Mini-Nachrichten-Tsunami zu produzieren. - Das mit dem Wal ist ja nun vorbei. Ist es erstaunlich, dass derlei Nachrichten in den Fokus rücken, wo doch die Welt …? Ich meine, nein. Wer sich nicht mehr retten kann vor Kriegsberichten, Hungersnöten oder der Selbstbeweihräucherung eines einzelnen alten Mannes mit Sitz in Washington, der kommt nachrichtentechnisch zwangsläufig irgendwann einmal auf den Hund. Sei`s drum. Auf weniger Interesse beim Boulevard und ganz allgemein stößt das neue Format, das IKEA Deutschland am 25.06.2026 in Ingolstadt eröffnet hat. Ein weiterer Schritt der Gutmenschen aus dem schwedischen Älmhult, auf dem Weg zur Umsetzung ihrer Vision: „Den vielen Menschen einen besseren Alltag schaffen.“ IKEA ergänzt mit dem Pilotprojekt in Ingolstadt seine 54 Einrichtungshäuser, 15 Planungsstudios und Online-Angebote in Deutschland durch ein neues Format. Mit rund 2.950 qm Gesamtfläche – gegenüber durchschnittlich 35.000 qm in klassischen Einrichtungshäusern – erprobt IKEA „ein kompaktes Einrichtungshaus in zentraler, stadtnaher Nachbarschaft“, mit Take Away Optionen. Die Idee: „Kürzere Wege auf kompakter Fläche, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie ein bequemes Einkaufserlebnis stehen dabei im Mittelpunkt.“ Natürlich geht es auch hier um „mehr Kundennähe. Peter Jelkeby, CEO und CSO von IKEA Deutschland: „Indem wir unsere Einrichtungshaus-Formate kontinuierlich überprüfen und weiterentwickeln, möchten wir ein noch persönlicheres und besser zugängliches Einkaufserlebnis bieten.“ Die neuen, kleineren Einrichtungshäuser fügten sich nahtlos in die Omnichannel-Strategie des Konzerns ein. Ob der klassische Möbeleinzelhandel in den Innenstädten, sofern er noch nicht aufgegeben hat, von diesen neuen Formaten tangiert wird, muss sich weisen. Es gibt sie ja noch, die Möbel-Vollsortimenter mit VK-Flächen deutlich unter der 10.000 qm-Marke. Und auch andere Flächengiganten tendieren ja mittlerweile wieder zur Rückbesinnung auf kleinere Formate. IKEA jedenfalls geht mal wieder voran. Nach den erfolgreichen Pilotstandorten in Großbritannien, Polen, den USA und Frankreich erweitere man das Einrichtungshaus-Konzept nun auf weitere Märkte, lautet die Ansage. „Neben Ingolstadt in Deutschland eröffnen in den kommenden Monaten neue Standorte unter anderem in Spanien, Portugal, Italien, Finnland und Kanada.“ Mit dem neuen Einrichtungshaus-Konzept reagiere IKEA auf veränderte Einkaufsgewohnheiten, wobei das neue Format als ein „lernendes Konzept“ zu sehen sei, das durch das Feedback der Kunden weiterentwickelt werde. „Ingolstadt ist dabei der erste Schritt in Deutschland.“ – Bleibt die spannende Frage: „Was sagt der Hund dazu?“ Ihr Ralf Hartmann |
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