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› MÖBELUMSÄTZE STABILISIERT
27.11.2019 Ausgeglichene wirtschaftliche Lage der Möbelindustrie zum 3. Quartal 2019 „Trotz einer nach wie vor herausfordernden Marktsituation aufgrund der rasant zunehmenden Konzentration im Möbelhandel hat sich nach einem bislang schwachen Jahresverlauf die Situation der Unternehmen zu Beginn des Herbstes wieder stabilisiert“, erklärt Jan Kurth (FOTO), Geschäftsführer des Bundesverbands VDM und der Herforder Möbelfachverbände.

Demnach konnte die gesamte deutsche Möbelindustrie im September 2019 ihre Umsätze um 6,7 Prozent steigern und damit die bisher aufgelaufenen Rückgänge nahezu ausgleichen. Zu berücksichtigen sei allerdings ein im Vergleich zum Vorjahresmonat zusätzlicher Arbeitstag. Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres verbleibe damit unter dem Strich noch ein kaum relevanter Umsatzrückgang von 0,2 %. Die bundesweit tätigen 477 Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten erzielten dabei einen Gesamtumsatz von 13,25 Milliarden Euro und beschäftigten zum Stichtag 30.09.2019 insgesamt 84.572 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zur Stabilisierung der Lage trug erneut die deutsche Küchenmöbelindustrie bei, deren Erlöse im September um 10,03 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen. Für die ersten neun Monate des Jahres errechnet sich hieraus ein kumuliertes Umsatzplus von 3,1 Prozent, das sich insbesondere aus einem gut laufenden Auslandsgeschäft mit plus 5,8% speist. Die Verkäufe ins EU-Ausland stiegen mit 6,8 Prozent besonders deutlich, während der Inlandsumsatz um 1,3 Prozent zulegen konnte.

Die im Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie (VdDW e.V.) organisierten Hersteller von Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln verzeichneten in den ersten neun Monaten des Jahres kumuliert ein Auftragsplus von 2,9 Prozent. Dieser Wert übertreffe die Zahl der amtlichen Statistik für das Segment „Sonstige Möbel“, das zwar für den September ebenfalls ein Umsatzplus 3,9 % ausweise, kumuliert für die ersten drei Quartale jedoch nach wie vor mit minus 3,4 Prozent im negativen Bereich liegt.

Diese Zahlen der amtlichen Erhebung, so Kurth, seien jedoch wegen des großen Anteils von Möbelteilen und branchenfremden Bestandteilen nur bedingt auf die Wohnmöbelindustrie anwendbar. Das eigene Auftragspanel erfasse hingegen auch die Marktentwicklung solcher deutschen Unternehmen, die ausschließlich oder teilweise im Ausland produzieren lassen.

Für das Segment Polstermöbel weist die amtliche Statistik im Verlauf der ersten drei Quartale mit plus 0,02 % eine Stagnation auf Vorjahresniveau aus. Der Monat September lag mit 9,0 Prozent im Plus. Die Werte der eigenen Auftragserhebung des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP e.V.) zeigen hier mit einem kumulierten Wert von plus 4,0 Prozent eine bessere Marktentwicklung, was auf die Einbeziehung der in Deutschland gehandelten Ware mit ausländischem Produktionsstandort zurückzuführen ist.

Unter dem Strich zeige sich nach Einschätzung von Jan Kurth, dass der nach 2018 erneut die Kauflaune bremsende heiße Sommer im Jahr 2019 sowie die herausfordernde Situation im Möbelhandel „den bei uns organisierten Betrieben zwar einiges abverlangen“, der vielfach befürchtete Einbruch der Branchenkonjunktur habe aber abgewendet werden können. Mit Blick auf die hohen Importanteile der in Deutschland gehandelten Möbel bleibe die Situation jedoch schwierig und der Preisdruck bestehen, so Jan Kurth bei seiner Bewertung der konjunkturellen Lage.
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