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› Deutsche Möbelindustrie erwartet leichtes Plus in 2020
08.01.2020 Jan Kurth (FOTO), Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, erklärt anlässlich der Pressekonferenz zur imm cologne 2020, am 8. Januar 2020 in Köln: „Wenn wir zehn Jahre zurückdenken, standen wir auch am Beginn eines neuen Jahrzehnts, aber auch am Ende einer großen wirtschaftlichen Krise, die der Möbelindustrie einige Verwerfungen gebracht hat. Ende 2009 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 15,4 Milliarden Euro und damit rund zwei Milliarden oder 12 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Wir hatten 540 Betriebe und zählten 90.000 Beschäftigte. Jetzt, zehn Jahr weiter, liegen wir bei 17,7 Milliarden Euro Umsatz in 477 Betrieben und mit 85.000 Beschäftigen.“

Damit sei das vergangene Jahrzehnt war zwar kein goldenes Jahrzehnt, aber eines, in dem sich die Branche zwar deutlich konsolidiert, im internationalen Wettbewerb aber an Boden gewonnen habe. Heute, so Kurth am heutigen Vormittag, erwirtschafte die deutsche Möbelindustrie „mit insgesamt größeren und damit wohl auch moderneren Einheiten“ einen um 2,3 Milliarden Euro höheren Umsatz. Auch wenn es oft nicht so wahrgenommen werde, gehe es der Möbelindustrie in Deutschland „nach wie vor mehrheitlich gut“. Zudem seien die Unternehmen „deutlich professioneller und zukunftssicherer aufgestellt als eben noch vor 10 Jahren“.

Und so gehe der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) „mit realistischem Optimismus in das neue Jahrzehnt“. Das bedeutet: Man rechne für 2020 mit einem leichten Umsatzplus von ca. einem Prozent. Das Thema „Made in Germany“ müsse dabei in den Vordergrund gerückt werden. Und zwar mit den Themen „exzellente Qualität“ und „erstklassiger Service“.

Denn bei einer Exportquote von 32,8 % in den ersten zehn Monaten 2019 bleibe der heimische Markt mit zwei von drei abgesetzten Möbeln auch im Jahr 2020 der mit Abstand wichtigste Markt für die deutschen Möbelhersteller.

Dabei habe das Jahr 2019 der deutschen Möbelindustrie eine Seitwärtsbewegung beschert und werde mit einem geringfügigen Umsatzminus in Höhe von rund einem halben Prozent abschließen. Nach zehn Monaten – also bis einschließlich Ende Oktober – weise die Branchenstatistik ein leicht negatives Ergebnis von 0,4 Prozent mit einem Gesamtumsatz von knapp 14,9 Milliarden Euro aus. Für das Gesamtjahr 2019 rechne der VDM mit einem Umsatz von rund 18 Milliarden Euro.
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