Hartdran-Logo
› Trendanalyse zur imm cologne 2020
09.01.2020 Die Privatisierung von Nachhaltigkeit - Wohnkonzepte in Köln Das zeitgemäße Zuhause und damit das moderne Wohnen, sagt Ursula Geismann (FOTO), Pressesprecherin und Trendanalystin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie e.V., anlässlich der imm cologne 2020, sei mehr denn je durchdacht und werde immer bewusster in Szene gesetzt: „Unser Zuhause ist zum Bestandteil unseres Lebensstils geworden. Neue Möbel passen eben zu jedem. Das kann man ja von neuer Mode nicht immer behaupten.“

Dabei zeige ein Blick auf die Gesellschaft, dass der Begriff der Nachhaltigkeit eine enorme Popularität erreicht hat. „Nachhaltigkeit wird zur Privatsache.“

Heute gehe es darum, wie man in Sachen Energie, Wasser, Mobilität, Ernährung und bei Industrieprodukten umweltgerechtes Konsumverhalten fördern kann. Bei Möbeln spiele das Thema durch Fragen nach dem Recycling oder Upcycling seit einiger Zeit eine wachsende Rolle. Vorangetrieben wird die steigende Sensibilität für nachhaltige Möbel aus einer ökologisch eingestellten Mittelschicht, die meist in städtischen Regionen lebt.

Und so wird zur imm cologne 2020 unter anderem „der Ur-Werkstoff Holz“ wieder mehr in Szene gesetzt. Nachwachsender Rohstoff wichtiger CO2 Speicher. Holz kommt in den allermeisten Möbeln vor.

Die deutsche Möbelindustrie, sagt Geismann, könne damit punkten, dass sie das Thema Nachhaltigkeit endlich auch offensiv im Marketing verankert. „Das wäre eine große Chance ihren Marktanteil in Deutschland, Europa und der Welt in Verantwortung auszubauen.“ Vom Partner, dem Möbelhandel werde erwartet, dass er sich bei einer solchen Offensive aktiv beteiligt.

Auf der imm cologne 2020 gehe es darum, das Wohnen der Zukunft zu zeigen. Es gehe nicht mehr nur um Farbtrends und Formen, sondern um Wohnkonzepte.

Die wichtigsten Ergebnisse aus der im Vorfeld der imm cologne 2020 durchgeführten VDM-Ausstellerbefragung befassen sich aber dann doch wieder mit Farben und Formen:

Die Pantone-Trendfarbe 2020: klassik Blau. Europablau, hellblau, türkis und petrol sind nicht nur bei Polstermöbeln beliebt. Grundsätzlich werden alle Farben stärker und das Wohnen zeigt sich deutlich farbenfroh. Außerdem ist schwarz wieder da. Als Front, als Bezugsstoff oder als Akzent.

Bei den Formen bleiben die Entwürfe in Anlehnung an das Mid-Century-Design der 1940er bis 1960er erhalten. Urban-Living auf kleinerem Raum. Modulare Sofaelemente. Und schließlich: Holz, Holz, Holz.

„Gerade vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit“, meint die Trendexpertin, „stehen wir vermutlich am Anfang einer Holzrenaissance.“ Neuester Trend dabei: die Ascheiche, die schwarz und angekokelt aussieht. Echtes Holzfurnier wird im Frontbereich auch gerne mit anderen ökologischen Materialien wie Glas und Metall kombiniert. Bei den Bezugsstoffen für Polstermöbel ist ein breites Angebot an Naturfasern zu erkennen. Cord und Samt spielen eine große Rolle.

Mit dem Gütezeichen „Made in Germany“ habe der VDM zudem gemeinsam mit der deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ein Gütezeichen zur Herkunft von Möbeln definiert. Mit diesem Zeichen könne der frei wählende Verbraucher sicher sein, dass er tatsächlich Möbel aus deutscher Produktion kauft und nicht Plagiate, die so ähnlich aussehen.
Anzeigen
mehr...
mehr...
mehr...
mehr...
mehr...
medienPARK-Homepage