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› Schwaches erstes Quartal für die deutsche Möbelindustrie
28.05.2020 Insgesamt negativ verläuft mit minus 2,62 Prozent die Umsatzentwicklung der deutschen Möbelindustrie im ersten Quartal 2020. Nur die Küchenmöbelindustrie meldet noch ein Umsatz-Wachstum von 4,4 Prozent. Dabei liegen alle Märkte in einem außergewöhnlich engen Korridor, wie der Pressesprecher der Herforder Möbelverbände Dr. Frank B. Müller in einer aktuellen Mitteilung schreibt. Umsätze im Inland (minus 2,6 %), im Ausland (minus 2,68 %) sowie in der Eurozone (minus 2,64 %).

„Dieser schwächelnde Jahresstart überzeichnet aus unserer Sicht die wirkliche Situation, denn die Auftragslage aus dem 4. Quartal 2019 sorgte für gute Auslastung in der Industrie“, kommentiert Jan Kurth (FOTO), Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie und der Möbelfachverbände in Herford, die Situation der deutschen Möbelindustrie im Berichtszeitraum. Allerdings seien die Daten „spartenspezifisch unterschiedlich ausgeprägt“.

Gegen den Trend hat die Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal ihren Umsatz nochmals um 4,4 Prozent steigern können. Diese Entwicklung ist nach Kurths Angaben besonders erfreulich, denn sie setze auf auf einen bereits hohen Vorjahreswert. Bemerkenswert sei weiterhin, dass In- und Auslandsumsätze mit 4,35 % bzw. 4,46 % einen annähernd gleich hohen Zuwachs ausweisen. Der sonst die Statistik prägende Export habe folglich im 1. Quartal 2020 sukzessive an Bedeutung verloren.

Besonders der März hatte mit überraschend gutem Zuwachs im Inland (9,78 %) die Umsatzentwicklung geprägt – trotz bereits erfolgter Teilschließung der Möbelgeschäfte. Deutlich schwächer hingegen die Auslandskonjunktur, denn die anrollende „Corona“-Welle bestimmte auch im Segment Küche mit nur noch 0,5 % Zuwachs den letzten Monat des Berichtszeitraums. „Aber trotz des beginnenden Covid-19-Einbruchs bleiben wir gerade für die Küche grundsätzlich optimistisch“, setzt Jan Kurth auf das Prinzip Hoffnung. Schaffe der Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von über 13 % im ersten Quartal doch eine solide Basis für den weiteren Verlauf des Jahres.
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