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› Möbelmeile 2020: „erfolgreiche Messe in Zeiten von Corona“
13.10.2020 Unter dem Motto „Ein gutes Stück Zuhause“ konnten auf der Möbelmeile vom 20. bis 24.September 2020 laut Schlussbericht neben den Verbandsgruppierungen fast 350 Möbelhändler begrüßt werden 25 Jahre Möbelmeile, 25 Jahre Wohnimpulse aus Ostwestfalen – und ausgerechnet im Jubiläumsjahr war es lange Zeit nicht sicher, ob die Hausmesse der Möbelmeile in gewohnter Form stattfinden würde.

Dass sich die 14 Mitglieder der Möbelmeile schließlich mit einem strengen Sicherheitskonzept für ihre neun Showrooms dafür entschieden, das Event stattfinden zu lassen, habe sich im Rückblick, sagt Michael Laukötter, Geschäftsführer der Möbelmeile, „als goldrichtige Entscheidung erwiesen“.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept so gut aufgegangen ist“, so Laukötter weiter. Mit etwa 70 Prozent der Besucher vom Vorjahr habe der Besucherschnitt deutlich über den Erwartungen gelegen. „Sogar internationale Gäste aus 16 Ländern konnten die Unternehmen begrüßen.“ Und natürlich war die Stimmung „überall sehr gut“.

In der Jubiläumsausgabe des Messe-Guides wurde in diesem Jahr der Frage nachgegangen, was ein Zuhause eigentlich ausmacht. Die Antworten waren vielfältig, hatten aber einige gemeinsame Nenner: „Zuhause soll Geborgenheit bieten, Zuhause ist die Familie und Zuhause bietet Ordnung.“ Verstärkt werden diese Faktoren durch die veränderten Lebensbedingungen, seit die Corona-Pandemie sich entwickelt hat.

Im Detail: Natürlichkeit ist nach wie vor ein wichtiges Thema und hinsichtlich der Stoffe ist zum Beispiel Cord wieder im Kommen. Bei Schröder wurde dementsprechend die Kollektion Kitzalm weiterentwickelt: Hirnholzelemente sorgen für Naturnähe, gerundete Formen und Lichtelemente für Wärme. Polstermöbelhersteller Schröno schlägt mit seiner Bassetti-Kooperation einen anderen Weg ein: Hier werden farbenfrohe, gemusterte Stoffe auf Polstermöbel, und in diesem Jahr auch auf Poufs, transportiert.

Stoffe standen auch im Mittelpunkt der Ausstellung von Musterring, wo die Bestandsmodelle mit JAB-Stoffen bezogen wurden – was zu gänzlichen neuen, überraschenden Effekten führt.

Bei Sudbrock fanden sich die Betrachter in einer Geschichte wieder, die sich gemeinsam mit den Kunstwerken von Larissa Spenst durch die Ausstellung zog. Highlight hier war zum Beispiel der neue Kirschbaumton, kombiniert mit Erdfarben oder Grau.

Der Trend zur Natur fand bei Carina seinen Niederschlag beim Thema Leder: Eine enorme Vielfalt eleganter Sitzmöbel in herausragender Lederqualität bot das Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück. Bei der Schwestermarke Candy war wiederum Funktionalität ein großes Thema. Das Highlight-Modell Twister etwa bietet viele Möglichkeiten: klappbare Armlehnen, einen verstellbaren Rücken, eine optionale Kopfstütze und einen besonderen Drehbeschlag im Sitz.

Individualität auch in Rietberg: Die Rietberger Möbelwerke (RMW) bieten keine Möbel von der Stange. Alles wird nach Kundenwunsch angefertigt. Die damit einhergehende Vielfalt und Flexibilität wurde in diesem Jahr noch verstärkt. Die Systeme von RMW sind jetzt bis zum kompletten Innenausbau erweitert worden: Fast jegliche Breiten und Höhen sind möglich – ob bei gestapelten Korpus-Elementen im Innenausbau oder bei Garderoben.

Für das Esszimmer gab es zwei Highlights: Mobitec begeisterte mit einem Tisch, der über einen 1-Meter-Auszug verfügt. Die abgerundeten Kanten und Füße deckten sich mit dem Trend zur mehr Natürlichkeit, der sich bei WK Wohnen in einem Esstisch mit geköhlter Eiche zeigte. Röhr präsentierte ein neues Jugendzimmer, und das Topseller Programm HILIGHT ist jetzt noch variabler geworden.

Im Bereich Schlafen zeigte Gallery M verchromte Himmelbetten aus einem Guss, Loddenkemper das Modell Nizza, das nach der imm cologne noch einmal angepasst wurde. Bei femira fand sich der neue Trendbezug Cord-Stoff im Highlight-Modell Berry – und mit Scotty greift das Unternehmen den nachhaltigen Recycling-Trend auf.

Auch bei Thielemeyer werden Cord-Liebhaber fündig, zudem eröffnet ein Siebdruck für die Fronten ganz neue Gestaltungsperspektiven. Bei den Badmöbeln setzt Thielemeyer ebenfalls Akzente: Der im letzten Jahr neu vorgestellte Bereich wurde in enger Abstimmung mit Sanitärtechnikern und Anwendern entwickelt und auf Beständigkeit getestet. Hier neu: ein Gästebad mit rundem Spiegel.

„Die ganze Vielfalt, die Menschen benötigen, um ihre Wohnung, ihr Haus, ihr Zimmer zu einem echten ‚Zuhause‘ zu machen. Das ist das Besondere an der Möbelmeile“, sagt Michael Laukötter. Hiervon haben sich alle Gesellschafter der Möbelmeile am Freitag nach der Messe selbst ein Bild machen können. Zusammen wurden alle Messezentren besucht und am Abend wurde dann in kleiner Runde das 25-jährige Jubiläum gefeiert.
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