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› Möbelindustrie kritisiert fehlende Öffnungsperspektive für den Handel
16.02.2021 Die deutsche Möbelindustrie reagierte bereits am 11.02.2021 mit Bestürzung auf die neuen Corona-Beschlüsse - „Aus dem langen Lockdown könnte für einige Hersteller schließlich ein Knockout werden.“ „Wir kritisieren, dass weiterhin eine Perspektive für die Öffnung des Einzelhandels fehlt“, sagte Jan Kurth (FOTO), Geschäftsführer der Möbelverbände (VDM/VHK). Leider sei die in Aussicht gestellte Strategie für eine sichere und gerechte Öffnung am 10.02.2021 nicht vorgelegt worden, sondern sie müsse erst noch erarbeitet werden.

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich der VDM mit einem konkreten Maßnahmenpaket für eine abgesicherte Öffnung des Möbelhandels spätestens ab 01. März 2021 stark gemacht. Durch die unerwartete Absenkung der Inzidenzgrenze von 50 auf 35 werde eine Öffnung nun „noch einmal zusätzlich erschwert“, kritisiert Kurth.

Für die deutsche Möbelindustrie bedeute die Verlängerung des Lockdowns bis 07. März 2021 eine weitere dramatische Verschlechterung der Auftragslage, stellte der Verbands-Geschäftsführer weiter fest. Schon im Januar seien die Auftragseingänge laut der Verbandsstatistik drastisch zurückgegangen - in der Spitze um mehr als 80 Prozent. Für den Monat Februar plane laut einer verbandsinternen Umfrage gut die Hälfte der befragten Möbelhersteller Kurzarbeit.

„Die Schließung der Möbelhäuser schlägt voll auf die Industrie durch – mit Folgen für die Arbeitsplätze und den Produktionsstandort Deutschland“, berichtet Kurth und prophezeit: „Aus dem langen Lockdown könnte für einige Hersteller schließlich ein Knockout werden.“

Für die Zeit, in der die Handelsflächen weiter geschlossen bleiben, fordern die Möbelverbände die Möglichkeit von individuellen Beratungsterminen, die digital vorab zu buchen sind und auf maximal zwei Personen pro Haushalt sowie eine Beratungszeit von einer Stunde beschränkt werden.
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