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› Gute Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2021
20.10.2021 Die österreichische Möbelindustrie bilanziert zweistellige Zuwächse - Produktionswerte von 1.172,4 Millionen Euro. „Mit einem Zuwachs von 18,8 Prozent im ersten Halbjahr 2021 liegen wir sogar über dem Vorkrisen-Zeitraum (2019) und können zuversichtlich in die Zukunft blicken“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Für die ersten beiden Quartale dieses Jahres bilanzierten die Möbelhersteller Produktionswerte von 1.172,4 Millionen Euro.

Am stärksten nachgefragt waren Teile für Möbel, ohne Sitzmöbel (plus 26,5%) mit 208,3 Millionen Euro sowie Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel aus Holz (plus 16,9%) mit 181,5 Millionen Euro.

Stark zulegen konnten auch Küchenmöbel mit einem Plus von 30,9 Prozent auf 159,6 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich außerdem die Ergebnisse für Büromöbel (plus 11,2%) mit 134,2 Millionen Euro. Weitere Steigerungen verbuchten Sitzmöbel und Teile dafür (plus 21,4%), Ladenmöbel (plus 0,3%), Matratzen (plus 9,1%) und Badezimmermöbel aus Holz (plus 24,7%).

„Die überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe haben in den letzten zwei Jahren eine hohe Flexibilität an den Tag gelegt. So gelang es den heimischen Herstellern während des Lockdowns im Handel digitale Lösungen anzubieten und zeitnah Krisen-Strategien umzusetzen“, berichtet Emprechtinger. Vorteile, die sich jetzt in der Bilanz positiv auswirkten.

Auch das Auslandsgeschäft lief für die österreichischen Möbelhersteller positiv. Das belegen die aktuellen Exportzahlen des ersten Halbjahres 2021. Mit einem Plus von 14,6 Prozent erwirtschafteten die Betriebe nach eigener Einschätzung „ein sehr erfreuliches Ergebnis“.

So wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres Möbel im Wert von knapp 570 Millionen Euro ins Ausland geliefert. Wobei Deutschland mit rund 260,3 Millionen Euro und einem Exportzuwachs von 10,4 Prozent wichtigster Abnehmer bleibt.

Auch in der Schweiz wurden wieder mehr Möbel aus Österreich geordert. Sie rangiert mit 66,5 Millionen Euro (plus 11,5%) auf Platz zwei des Export-Rankings, gefolgt von Polen (plus 9,5%), Italien (plus 6,8%), Frankreich (plus 25,1%), Ungarn (plus 21,7%) und Slowenien (plus 38,3%).

Parallel dazu stiegen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aber auch die Importwerte um ein gutes Viertel (plus 26,2%) auf 1.197,7 Millionen Euro an. Mit großem Abstand liegt auch hier Deutschland mit 488,8 Millionen Euro (plus 19,8%) vorn. An zweiter Stelle folgt Polen (plus 46,2%) mit knapp 147,4 Millionen Euro.

Gemeinsam mit Slowenien, Tschechien und der Slowakei kommen die Lieferanten aus den osteuropäischen Ländern im ersten Halbjahr 2021 auf Möbellieferungen im Wert von rund 243,4 Millionen Euro. Ein weiterer „Import-Gigant“ bleibt China, das mit einem Plus von 30,2 Prozent (126,2 Millionen Euro) drittgrößter Möbellieferant für Österreich ist.

„Unser Ziel ist das außenwirtschaftliche Gleichgewicht in eine ausgewogenere Balance zu bringen. Dafür müssen wir die Exporte noch stärker forcieren“, erklärt Emprechtinger. Allerdings sei ein Teil des Importüberschusses auch auf ausländische Dependancen von österreichischen Unternehmen zurückzuführen.
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