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› Deutsche Möbelausfuhren stabil
26.02.2026 Die deutschen Möbelausfuhren haben im vergangenen Jahr laut der vorläufigen Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamts einen Wert von rund 8,2 Milliarden Euro erreicht. Damit lagen die Möbelexporte annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (plus 0,1 Prozent), nachdem in den Jahren 2023 und 2024 Rückgänge verzeichnet worden waren.

„Gerade angesichts der gegenwärtigen Schwäche des Heimatmarkts sind wir auf die Stabilisierung des Auslandsgeschäfts dringend angewiesen“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, fest. Allerdings bleibe das weltweite Marktumfeld herausfordernd, wie die erneuten Irritationen rund um die US-Zollpolitik zeige.

Die deutschen Möbelausfuhren auf den Hauptabsatzmarkt Frankreich rangierten im Jahr 2025 mit rund 1,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Ein Zuwachs von 3,5 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro wurde bei den Lieferungen in die Schweiz verbucht. Zu Rückgängen kam es in Österreich (minus 4,8 Prozent), den Niederlanden (minus 0,8 Prozent), dem Vereinigten Königreich (minus 4,8 Prozent) und Belgien (minus 0,3 Prozent). Erfreulich entwickelten sich die Möbelexporte nach Italien (plus 9,3 Prozent) und Spanien (plus 7,7 Prozent). In Spanien sorge der florierende Wohnungsbau für einen wachsenden Einrichtungsbedarf.

Für das laufende Jahr rechnet Kurth mit einer weiteren leichten Erholung des Auslandsgeschäfts. Schon im vierten Quartal des vergangenen Jahres sei eine Belebung erkennbar gewesen. Die deutsche Möbelindustrie erzielte im vergangenen Jahr 34 Prozent ihres Umsatzes im Ausland.

Unterdessen legten die Möbeleinfuhren nach Deutschland um 10,3 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro zu. Das Hauptlieferland China steigerte seine Lieferungen um 9,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Dabei habe auch die amerikanische Zollpolitik eine Rolle gespielt, erläutert Jan Kurth.

„Chinesische Möbelhersteller fluten den europäischen Markt mit Produkten, die sie wegen der Einfuhrzölle nicht mehr in den Vereinigten Staaten absetzen können.“ Dies führe zu einem verstärkten Preisdruck auf dem deutschen Markt. Mit einem Anteil von 29,5 Prozent an den deutschen Möbelimporten lag China knapp vor Polen mit einem Anteil von 29 Prozent.

FOTO: Hauptabsatzmärkte Frankreich und Schweiz: Die deutschen Möbelexporte stabilisieren sich auf Vorjahresniveau (© VDM)
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