|
||
|
10.03.2026
Nach Berechnungen des IFH Köln (Institut für Handelsforschung) ging das Marktvolumen im Möbelhandel (ohne Elektrogeräte) im Jahr 2025 leicht zurück.
Während sich der Küchenmöbelbereich vergleichsweise stabil entwickelte und ein leichtes Umsatzplus von 1,7 Prozent verzeichnete, mussten andere Segmente Rückgänge hinnehmen. So lagen die Umsätze bei Polstermöbeln um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, Büromöbel verzeichneten ein Minus von 4,1 Prozent. Auch der Bereich Matratzen einschließlich Rahmen und Lattenrosten ging um 2,2 Prozent zurück. Gartenmöbel und sonstige Wohnmöbel verzeichneten einen Rückgang von 1,1 Prozent. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass sich der Möbelhandel weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld bewegt“, erklärt Dirk Tesch, Präsident des Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM). Insbesondere die schwache Entwicklung im Wohnungsbau, die allgemeine wirtschaftliche Verunsicherung sowie steigende regulatorische Anforderungen bremsten derzeit die Nachfrage. Umso wichtiger sei es, „dass Politik und Wirtschaft gemeinsam daran arbeiten, Investitionen zu erleichtern und den Wohnungsbau wieder stärker anzukurbeln“. Größere Investitionen in die Einrichtung würden häufig verschoben, während Ausgaben vermehrt in Reisen, Freizeitaktivitäten oder andere Konsumbereiche flössen. Darüber hinaus belasteten umfangreiche regulatorische Anforderungen die Unternehmen. Betriebe müssten erhebliche Ressourcen in die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben investieren – etwa im Zusammenhang mit entwaldungsfreien Lieferketten, dem Lieferkettengesetz oder weiteren nationalen und europäischen Regularien. Der damit verbundene bürokratische Aufwand binde Personal und Kapazitäten, die ansonsten in Sortimentsgestaltung, Servicequalität oder Kundenbetreuung fließen könnten. Besonders für kleinere und mittelständische Händler stellten diese Anforderungen eine erhebliche Herausforderung dar. Fazit des BVDM: „Für das laufende Jahr gilt: Schaffen Politik und Wirtschaft stabile und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen, gewinnt der Wohnungsbau wieder Dynamik und kehrt das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zurück, kann der Möbelhandel vorsichtig optimistisch auf 2026 blicken.“ FOTO: „… vorsichtig optimistisch auf 2026 blicken“: BVDM Präsident: Dirk Tesch (© BVDM) |
|