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› Umsatzvolumen halbiert: BEGROS ohne KHG
05.05.2026 Na das war mal wieder eine Überraschung. Am heutigen 05.05.2026 informierte die Zentrale der BEGROS GmbH mit Sitz in Oberhausen die „sehr geehrten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner“ über ein Ereignis von einiger Tragweite: „… unser Mitglied KHG GmbH & Co. KG scheidet zum 30.04.2026 als Gesellschafter aus der Begros aus.“ Punkt. Keine weiteren Erläuterungen über das Wieso und Warum, sondern nur ein paar Details zum Abwicklungsmodus des Verfahrens.

„Um KHG einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, haben wir uns mit der KHG-Geschäftsführung auf eine Nachlauffrist zur Nutzung unserer Marken bis 31.12.26 verständigt.“

Ein Hammer allemal, über den das Inside Wohn-Markt-Magazin heute Vormittag als Erster berichtet hat. Bekanntermaßen handelt es sich bei KHG (Möbel Höffner, Möbel Kraft, Sconto) um das mit Abstand größte BEGROS-Mitgliedsunternehmen, das mit geschätzten 2,3 Milliarden Euro knapp die Hälfte zum Außenumsatz der Oberhausener Verbundgruppe beisteuert.

Darauf gehen die Unterzeichner der aktuellen Mitteilung, BEGROS-Geschäftsführer Oliver Müther und Verwaltungsleiter Sebastian Behnken verständlicherweise nicht weiter ein, sondern beschränken sich auf ein paar Abschiedsfloskeln:

„Wir bedanken uns bei der Geschäftsführung der KHG sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und wünschen weiterhin viel Erfolg in der Zukunft.“

Auf die BEGROS kommen jetzt harte Zeiten zu. Denn nach dem Verlust der porta Möbel-Gruppe mit 1,3 Milliarden Außenumsatz Ende des Jahres 2024 ist jetzt auch die Nummer 1 im Verband abtrünnig geworden. Der porta-Abschied erfolgte, nachdem bekannt geworden war, dass die XXXLutz Gruppe die porta Übernahme plant, das Thema wurde jedoch bis heute von den Kartellbehörden nicht abgesegnet.

Die verbleibenden 14 BEGROS-Mitglieder von Biller über Inhofer und Ostermann bis Sommerlad bewegen sich mit ihren gemeinsamen Außenumsätzen jetzt auf dem Niveau der „Massenverbände“ Alliance, EMV und VME, die jeweils deutlich über eine Milliarde zentral reguliertes Einkaufsvolumen auf die Waage bringen.

Durchaus denkbar, dass sich die BEGROS-Verantwortlichen künftig mal bei diesen Mitbewerbern nach neuen Mitgliedsunternehmen umsehen.

Was die Hintergründe für die Trennung KHG/BEGROS angeht, so wabern jetzt natürlich wie gewohnt (Verschwörungs-) Theorien durch die Branche. Sicher scheint jedoch: Die Trennung ging von KHG-Seniorchef Kurt Krieger aus. Aus welchem Grund auch immer.

Grafik © BEGROS GmbH
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