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› Klarheit zur himolla-Krise: Unter einem Schutzschirm soll die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangt werden
26.06.2026 Zum Thema „himolla insolvent?“ kam soeben – kurz vor 12:00 Uhr Mittags – eine Mitteilung der Kölner Agentur tsc (Thomas Schulz), die erhellendes zur Lage des Taufkirchener Polstermöbelproduzenten beitragen soll. Optimistische Ansage: „Polstermöbelhersteller himolla will seine Wettbewerbsfähigkeit unter einem Schutzschirm wiedererlangen.“

Ziel des beim Amtsgericht Landshut beantragten Schutzschirmverfahrens sei es, „die Marktrückgänge zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen“. Das Versprechen: „himolla setzt alle Aufträge wie geplant um und bleibt zuverlässiger Partner für den Möbelfachhandel.“ Der Hintergrund: „Restrukturierungsmaßnahmen konnten Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht auffangen.“

Das Amtsgericht Landshut sei dem Antrag gefolgt und habe Diplom-Kaufmann Arndt Geiwitz von SGP Schneider Geiwitz zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Und Manfred Ziegler, seit Herbst 2025 Mehrheitsgesellschafter bei himolla und als Geschäftsführer insbesondere für den Vertrieb zuständig, erklärt: „Alle Aufträge setzen wir wie geplant um und bleiben ein zuverlässiger Partner für den Möbelfachhandel, der als zentraler Vertriebskanal unsere Lebensader ist.“

Unter dem Schutzschirm hätte himolla nun Zeit und den rechtlichen Schutz, sich neu aufzustellen. Die Geschäftsführung bleibe uneingeschränkt handlungsfähig, ergänzt der insolvenzerfahrene Restrukturierungsfachmann Tillmann Peeters von FalkenSteg, der die Unternehmensführung während des Verfahrens als weiterer Sanierungsgeschäftsführer verstärken soll.

Und wie üblich bei solchen Verfahren wird darüber hinaus ein Team um Dr. Thomas Reissmann von DMR Legal hinzugezogen, das die Geschäftsführung insolvenzrechtlich verstärken soll. Für üppige Kosten des Schutzschirmverfahrens ist also gesorgt.

Entwarnung gibt himolla zunächst für die Tochterunternehmen und Standorte in Polen, Rumänien, der Slowakei und Ungarn. Diese seien von dem in Landshut und für Deutschland beantragten Verfahren nicht unmittelbar betroffen.

Zur aktuellen Schieflage des Taufkirchener Polstermöbel-Riesen werden zudem die sattsam bekannten Hintergründe angeführt: „Der Antrag war geboten, da die Möbelindustrie europaweit mit schwacher Konsumlaune, stockender Bautätigkeit und preisaggressiver Wettbewerb aus Niedriglohnländern kämpft. In den zurückliegenden Jahren konnte himolla mit seinen starken Marken, hochwertigen Produkten und einem hochmotiviertem Team seine Marktanteile bei deutlich rückläufigen Umsätzen stabil halten.“

Gleichwohl hätten mit den bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen die Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht aufgefangen werden können. Die Belegschaft sei bereits darüber informiert worden, dass ihre Löhne und Gehälter für die Monate Juni, Juli und August 2026 über das Insolvenzgeld aus Mitteln der Arbeitsagentur sichergestellt werde.

Mit über 2.000 Beschäftigten erwirtschaftete die himolla-Gruppe nach eigenen Angaben zuletzt einen Jahresumsatz von knapp 190 Millionen Euro. In Taufkirchen, wo einstmals über 2.000 Personen beschäftigt waren sind aktuell noch rund 830 Mitarbeiter aktiv.

FOTO: Screenshot himolla Homepage



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