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› Polstermöbelproduzent DOMO Collection in Hude ist insolvent
11.08.2026 Anfang August musste Ulf Vietor (FOTO) als geschäftsführender Gesellschafter beim Amtsgericht Oldenburg Insolvenz anmelden für seine DOMO Collection GmbH mit Sitz in Hude. Am 06. August 2026 wurde Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Und der hat bereits mitgeteilt, dass der Geschäftsbetrieb des Möbelanbieters fortgeführt werden soll. Derzeit würden die Voraussetzungen hierfür geprüft. Die DOMO Collection GmbH beschäftigt in Hude 24 Mitarbeiter. Ebenfalls von der Insolvenz betroffen ist das polnische Tochterunternehmen der DOMO Collection, die Oflor Sp. Z o.o. mit Sitz in Psarskie, Produktionsbetrieb des Unternehmens, in dem 245 Personen beschäftigt sind.

Die Antragstellung, so die Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters, erfolgte aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten. Die Gründe für die Liquiditätskrise klingen dabei nur allzu bekannt: eine hinter den Erwartungen zurückgebliebene Umsatzentwicklung infolge der allgemein festzustellenden Konsumzurückhaltung in Deutschland.
Zudem würden ohnehin geringere Umsätze im Sommer erzielt. Anders als in den Vorjahren seien die Bemühungen um eine Saisonlinie jedoch nicht erfolgreich gewesen. Nun solle im Rahmen des Insolvenzverfahrens eine Sanierung ermöglicht werden. Das PLUTA Sanierungsteam - neben Dr. Christian Kaufmann sind das Rechtsanwalt Alexander Bortfeldt und Betriebswirt Dr. André Schulte - werde nun die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten, damit die Mitarbeitergehälter wie gewohnt ausgezahlt werden können.

„Das PLUTA Team war bereits vor Ort und hat die Beschäftigten über die aktuelle Lage informiert. Der Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden.“

Im Fokus der kommenden Wochen stehe die weitere Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern. Zudem sei es wichtig, dass die Produktion in Polen aufrechterhalten wird. PLUTA Rechtsanwalt Kaufmann: „Unser oberstes Ziel ist es jetzt, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die Aufträge zuverlässig zu erfüllen. Dafür führen wir intensive Gespräche mit allen wichtigen Geschäftspartnern.“ Im nächsten Schritt werde man alle Sanierungsoptionen sorgfältig prüfen und gezielt Investoren ansprechen, um den Fortbestand des Betriebs zu ermöglichen.

Geschäftsführer Ulf Vietor erklärt: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Vor diesem Hintergrund war der Schritt unvermeidbar.“ Jetzt gehe es darum, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter alle Möglichkeiten auszuloten, um eine Zukunftslösung für das Unternehmen zu erarbeiten.

FOTO © Archiv
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